Olympia in die Wüste: Katars Milliardäre wollen mitspielen

schwimmverbotOh, eine harte Probe und Versuchung für das IOC? Das Handelsblatt informiert uns über Begehrlichkeiten aus einem kleinen milliardenschweren Wüstenland, das sich nun auch noch aufmacht, ins feurige olympischen Rennen zu starten: „Das Emirat Katar wird sich für die Ausrichtung Olympische Sommerspiele bewerben, hat aber noch keine Entscheidung über das Jahr getroffen. Das sagte Scheich Saoud bin Abdulrahman Al-Thani, Generalsekretär des nationalen Olympischen Komitees, der Nachrichtenagentur AFP. Man habe noch nicht über eine Bewerbung für Olympia 2024 entschieden, diese werde jedoch bis September dieses Jahres fallen, so der Scheich. Auf alle Fälle werde es in Zukunft eine Bewerbung von Katar geben, „wenn nicht für 2024, dann für 2028 oder 2032″, erklärte der Funktionär.“

Puh, Katar. Und das ausgerechnet jetzt. Das IOC kann sich da ja noch mal bei der FIFA beraten lassen. Katar ist immerhin bislang bei Olympia auch irgendwie benachteiligt worden: Bewerbungen für 2016 und 2022 sind bisher gescheitert. Statt aber nun an das viele Wüsten-Gold zu denken, wird das IOC  nun bestimmt im Rausch der vielen Reformen ganz besonders aktiv werden und weitere Maßnahmen ergreifen. A. Temperatur-Limits, b. Frauenrechte und c. irgendwas mit Demokratie und Menschenrechten oder so. Oder nicht?

IOC und eine Olympia-Bewerbung – Total gedoped

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Zu viel Doping? Beim Sport und den Meinungsumfragen. Foto: Dirk Seifert (Das Foto ist gestellt im Rahmen von Dreharbeiten für eine Filmserie entstanden!)

Stalinistische Verhältnisse beim IOC. Alle sogenannten Reformen wurden – habe ich was übersehen? – ohne Gegenstimmen angenommen. Ja, deutlicher geht der Hinweis nicht, dass auch der Letzte beim IOC gemerkt hat, dass die Milliardengeschäfte mit Olympia gefährdet sind, wenn sich nichts ändert. Aber ändert’s was? Hiobs Botschaft für Hamburg: „Hamburg mit schlechteren Karten als Berlin“ meldet die Welt. Wie bitte? Berlin? Ja: „Die Mehrheit der Deutschen will Olympische Spiele im eigenen Land. Laut Umfrage hätte Berlin aber bessere Karten als Hamburg. Die Wirkung der vom IOC beschlossenen Reformen ist umstritten.“ Ooops, Berlin und dann ist noch nicht mal klar, was das IOC mit seinen sensationellen Reformen nun erreicht hat? Was für ein Elend. Das Abendblatt ist genauso entsetzt wie ich.  Oder sollten da etwas Drogen im Spiel sein? Millionen Deutsche gedoped? Weiterlesen

dpa: (N)Olympia Hamburg bleibt nach IOC-Reformpaket skeptisch

Wer nicht fragt, bleibt dumm.

Wer nicht fragt, bleibt dumm.

Einfach mal kommentarlos: „Hamburg (dpa) – Die Reformen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) werden von den Olympia-Kritikern in Hamburg interessiert beobachtet. Dennoch bleibt ihre Skepsis bestehen. „Dass Olympia anders strukturiert werden muss, ist auch dem IOC klar. Es steht mit dem Rücken an der Wand“, sagte Dirk Seifert von der Initiative (N)Olympia Hamburg am Donnerstag. „Wir haben zur Kenntnis genommen, dass auch Bewerber mit weniger Ressourcen Chancen auf Olympische Spiele haben. Wir lesen aber auch davon, das es sich bei den Beschlüssen eher um Marketing-Maßnahmen handelt.“ Hamburg und Berlin bewerben sich um die deutsche Kandidatur für die Olympischen Spiele 2024.

Seifert, der mit drei anderen Olympia-Kritikern einen Internet-Blog betreibt, will weitere Erklärungen vom IOC. „Was ist mit der Steuerbefreiung vor den Spielen und währenddessen? Was ist mit der Bannmeile um Olympia-Stätten, wo einige Unternehmen ein Verkaufsmonopol erhalten? Wie werden Entscheidungen bei der Olympia-Vergabe getroffen? Wir fordern Transparenz“, sagte Seifert.

Blog (N)Olympia Hamburg

Fertig machen zur REFORMULOTION – Olympia is coming

Duerer-Prayer

Dürrer. Foto: Wikipedia

In wenigen Tagen ist es soweit: Die Welt wird eine andere sein. Vorbei die grauen kalten Tage und Nächte, in denen wir verzweifelt die Schlechtigkeit der Welt beklagten und die Tränen an den Wangen gefroren, ob der sozialen Kälte um uns herum und all der Geldwechsler, die den Ort der Sehnsucht befleckten. Nein, es geht nicht im Weihnachten: Die REFORMULOTION des IOC steht unmittelbar bevor. Keine Krippe, kein Stall – eine Spielbank am Wegesrand. Nicht auf Bethlehem, auf Monaco schaut die Welt. Kein Stern zeigt uns den Weg, der Heiland ist der Bach. Weiterlesen

Das IOC und die Reformen

Das IOC und die Reformen. Darüber berichtete vor wenigen Tagen der Deutschlandfunk. „Nur Kosmetik oder ein Befreiungsschlag?„, fragt Heinz Peter Kreuzer und interviewt den Ökonom und Olympia-Städte-Berater Professor Wolfgang Maennig sowie den us-amerikanischen Politikwissenschaftler Professor Jules Boycoff. Weiterlesen

Von der FIFA, dem IOC-Mitglied Blatter und Whistleblowerinnen…

fifa-iocAch, Joseph Blatter ist auch Mitglied im IOC? Ja, ist er. Kann man der Liste der IOC-Mitglieder hier entnehmen. Natürlich ist Blatter vor allem FIFA-Chef. FIFA? Genau: Da gibt es schon wieder so unangenehme Schlagzeilen, z.B. im Handelsblatt „Blatter und die Korruptionsvorwürfe. Neun Fragen zu FIFA-Skandal“. Aber keine Bange. Blatter ist ja nicht im Exekutiv-Ausschuss des IOC. Dort sorgt ja nun der Chef Thomas Bach für Ordnung und Reformen und so weiter. Weiterlesen

Viel heiße Luft: Keine IOC-Reform in Sicht

Reform für die Katz? IOC sieht sich selbst nicht als  Problem.

Reform für die Katz: IOC sieht sich selbst nicht als Problem.

„Olympic-Agenda 2020“ – so der vollmundige Titel des Werks, das Thomas Bach nun als große Reform präsentiert, welche Anfang Dezember auf der 127. IOC-Session in Monaco verabschiedet werden soll. 40 Empfehlungen gibt es, bei genauerer Betrachtung kann man von Reform nun wirklich nicht sprechen: Das IOC kommt für ein paar seiner eigenen Reisekosten selbst auf, das Bid Book wird es nur noch digital geben, Lobbyisten verständigen sich auf einen Ethik-Code, Diskriminierungen sind – wie in Demokratien üblich – verboten und es gibt ein paar kleine Finanzspritzen für die Bewerbung, während die maßgeblichen Infrastruktur- und Risikokosten weiterhin die Host-Citys zu tragen haben. Wolfgang Zängl von NOlympia München setzt sich detailliert mit den 40 Empfehlungen auseinander. Sein Fazit: „Das IOC erweitert mit seinen ,40 Empfehlungen‘ sein Geschäftsfeld auf zusätzliche gesellschaftliche Felder. Die ,Reform‘ ist keine, da keine grundsätzlich dringend notwendigen Änderungen vorgenommen werden. Der IOC-Sport soll die gesellschaftlichen Felder der Welt weiter erobern.“ Weiterlesen

IOC: Wer die Rechnung ohne den Wirt macht…

Erst prassen und dann die Zeche prellen: Das IOC zeigt, wie's geht.

Erst prassen und dann die Zeche prellen: Das IOC zeigt, wie’s geht.

Derzeit wird in Hamburg an vielen Stellen gerechnet: Wie teuer wäre das Investitionsbudget für die Spiele 2024? Für Hamburg kursiert die Summe von 2,09 Milliarden Euro allein für die Sportstätten. An Gesamtkosten hat die Handelskammer die Zahl von 6,5 Milliarden Euro in den Ring geworfen. Aber eigentlich wolle man sich gar nicht auf Zahlen festlegen, da dies zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich sei, erklärte Bürgermeister Olaf Scholz bei der ersten Präsentation des Hamburger Bewerbungskonzept. Berlin ist da forscher und rechnet mit zwei Milliarden – all inclusiv. Sportliche Ziele sind das, wenn man bedenkt, dass die letzten Olympischen Sommerspiele in London 11,3 Milliarden Euro verschlungen haben. Aber zurück nach Hamburg: 2 Milliarden für den Stadionbau? Top, die Wette gilt – und das bei angezogener Schuldenbremse! Weiterlesen

Olympia Hamburg? Vereinsdebatten – Einsparungen bei der Leichtathletik und andere Ärgernisse

SONY DSCSpätestens im November wird  einer der beliebtesten Vereine der Stadt über die Olympia-Bewerbung von Hamburg debattieren. Aus Mitgliederkreisen ist zu hören, dass ein umfassender Antrag derzeit erarbeitet wird. Auch bei den Leichtathleten in Hamburg scheint es Ärger zu geben. Statt olympischem Geldregen soll es dort Einsparungen geben. Gleichzeitig ist vom Deutschen Olympischen Sport Bund zu vernehmen, dass es eine Entscheidung über eine deutsche Olympia-Bewerbung wohl nicht wie ehemals vorgesehen noch im Dezember gegeben wird, sondern wohl erst im Frühjahr 2015. Und toll auch: Der neue deutsche Hoffnungsträger – Thomas Bach – zieht eine positive Bilanz der Winterspiele von Sotchi. Na dann wird bestimmt alles gut. Ach, und dann ist das noch: Düsseldorf will nun neben Berlin und Hamburg sich auf für Olympia bewerben. Weiterlesen

13 Fragen zur (N)Olympia-Bewerbung – an den Hamburger Senat und den DOSB

Braucht Hamburg Olympische Spiele? Zu welchem Preis? Mit welchen Zielen? Und für wen? Wir machen uns Sorgen, wenn Handelskammer, Senat und einige Bürgerschaftsfraktionen von „Jahrhundert-Chancen“ für Hamburg sprechen. Auf einem ersten Ratschlag haben wir uns über Hamburgs Olympia-Bewerbung ausgetauscht. Wir? – das sind aktive Menschen, die sich in Sachen Umwelt- und Verkehrspolitik, Stadtentwicklung, Mieterinteressen, Kultur in dieser Stadt einmischen; Als Mitglieder von Stadt- und Kulturinitiativen, Parteien, Gewerkschaften, als kritische Zeitgeister, Selbstständige und Unternehmer/innen stehen wir für mehr demokratische Teilhabe, für mehr soziale Gerechtigkeit, für mehr Umweltschutz. Dieser Kreis ist (noch) kein Bündnis, aber uns verbinden Erfahrungen, die uns gemeinsam dazu bringen, Fragen an den Hamburger Senat und den Deutschen Olympischen Sport Bund (DOSB) zu stellen. Wir fordern nicht nur Transparenz. Wir erwarten echte Mitsprache! Wer die Fragen unterstützen will, kann dies am Ende des Textes unten tun. Hier sind unsere Fragen. Weiterlesen