Jetzt wird’s ernst: das Olympia-Ultimatum der Hafenwirtschaft

Bis hier hin und nicht weiter, sagt die Hafenwirtschaft. Der Kleine Grasbrook heute. Foto: S. Bauriedl

Bis hier hin und nicht weiter, sagt die Hafenwirtschaft. Der Kleine Grasbrook heute. Foto: S. Bauriedl

Ein Ultimatum ist in der Politik immer ein letztes Mittel, um zu einer Einigung zu kommen. Solch ein Ultimatum hat nun die Hafenwirtschaft an die Stadt gestellt: Bis zum 15. September soll die Hansestadt den Hafenunternehmen rund um den Kleinen Grasbrook rechtsverbindliche Zusagen machen. Falls dies nicht geschieht, wird nicht weiter verhandelt. Wie das Hamburger Abendblatt heute berichtet, ist das Ergebnis einer Sondersitzung des Hafenrats. Weiterlesen

Der Sprung der Schwimmhalle über den Moldauhafen

Noch vor einer Woche waren es vier und nun ist es nur noch ein Entwurf – so bastelt man im Speeddurchlauf einen Masterplan für die so genannte Olympic City, deren Reichweite flux mit einem Stadionsprung erweitert wurde. Die Schwimmhalle wandert vom O’swaldkai rüber zum Überseezentrum und dieser Sprung über den Moldauhafen hat es in sich. Aber seht selbst:

Olympia-Lego: Variante B soll's derzeit sein.

Olympia-Lego: Variante B soll’s derzeit sein.


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Lagerhaus G: „Wir haben uns noch nicht eingehend damit beschäftigt“.

Zwei kleine Schilder erinnern daran, dass hier 1944 Zwangsarbeiter/innen inhaftiert waren.

Zwei kleine Schilder erinnern daran, dass hier 1944 Zwangsarbeiter/innen inhaftiert waren.

Vor drei Tagen haben wir darüber berichtet, dass sich auf dem anvisierten zukünftigen Olympiagelände Kleiner Grasbrook ein ehemaliges Außenlager des KZ Neuengamme befindet. Einen Tag später interviewt Philipp Woldin von der Welt den Olympia-Chefplaner Nikolaus Goetze und stellt ihm folgende Frage: Weiterlesen

Jede Menge Budenzauber – zur „Vision“ der Olympic City

Kleiner Grasbrook heute. Wo geht es hier nach Olympia? Foto: S. Bauriedl

Stop. Der Kleine Grasbrook heute. Foto: S. Bauriedl

Nach der gestrigen Präsentation der Pläne für den geplanten Stadtteil „Olympic City“ bleibt vor allem ein berühmter Satz Helmut Schmidts hängen: „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“.

Das, was Kees Christiaanse vom Architekturbüro KCAP aus Rotterdam (zusammen mit Nikolaus Goetze von gmp-Architekten) vorgestellt hat, war so fancy und dabei so unkonkret, dass nicht wenige Besucher/innen die Veranstaltung mit Kopfschütteln verlassen haben. Insgesamt war die Stimmung alles andere als euphorisch. Kein Wunder bei all dem Budenzauber, der für mehr Verwirrung gesorgt als Information geboten hat. Aber der Reihe nach.

Beginnen kann ich nicht am Anfang, da die Veranstaltung zwischenzeitlich so voll war, dass es keinen Einlass mehr gab. Für mich begann die Präsentation beim umständlichen Vortrag von Daniel Luchterhand, der die Ergebnisse der so genannten Bürgerwerkstatt zur Olympic City vorgestellt hat und über Allgemeinplätze, wie: „zu prüfen ist das Verhältnis zwischen Wohnen und Gewerbe“ nicht hinaus kam. So wie überhaupt noch sehr viel „zu prüfen ist“ und alles – von den Kosten bis zur Umsetzung – flexibel zu sein scheint. Weiterlesen

Referendum von oben? Nicht in unserem Namen!

Rettet den Volksentscheid! Jetzt unterschreiben!

Rettet den Volksentscheid! Jetzt unterschreiben!

Derzeit gibt es viele Menschen in der Stadt, die an ganz unterschiedlichen Stellen gegen die Rot-Grüne Senatspolitik aktiv werden. Die im Galopp von SPD, Grüne, CDU und AfD verabschiedete Verfassungsänderung sorgt weiter für Protest. Mit diesem Instrument des Referendums von oben soll gleichzeitig die Möglichkeit von Volksinitiativen von unten eingeschränkt werden. Weiterlesen

Pressegespräch – NOlympia Hamburg informiert

Kein Blanko-Scheck für den Senat! NOlympia Hamburg fordert Transparenz.

Kein Blanko-Scheck für den Senat! NOlympia Hamburg fordert Transparenz.

Es klingt arg martialisch, was einige Pressevertreter/innen heute titeln. „NOlympia-Bewegung schaltet auf Attacke“, schreibt die Welt. „Die Gegner blasen zum Angriff“, meint hingegen das Abendblatt gehört zu haben und auch der NDR spricht von einem Mobilmachen der Gegner. Weiterlesen

Bewerbungskosten: Statt der Wirtschaft zahlen nun vor allem die Steuerzahler

Olympische Spiele als Lizenz zum Geldverbrennen?

Olympische Spiele als Lizenz zum Geldverbrennen?

Noch vor einem halben Jahr verkündete Hamburgs Innensenator Michael Neumann in einem Interview mit dem NDR, dass die Kosten für die Olympia-Bewerbung Hamburgs zum größten Teil von der Wirtschaft übernommen werden. Nun ist Hamburg beim Bund vorstellig geworden und hat 30 Millionen für die Bewerbung zugesichert bekommen, was etwa die Hälfte der Kosten ausmache. Die Bewerbungskosten werden aktuell also mit 50 bis 60 Millionen Euro veranschlagt. Ganz beiläufig wird hier ein Zuschlag von läppischen 10 Millionen angekündigt. Weiterlesen

Bericht vom Taz-Salon „Traum von Gold“

Noch ist es Zeit, zum Ausgang zu gehen.

Noch ist es Zeit, zum Ausgang zu gehen.

Im Folgenden dokumentieren wir einen Veranstaltungsbericht von Florian Kasiske über den Tazsalon „Traum von Gold“:
Olympische Spiele verändern die Stimmung im Land: „Nach den Olympischen Spielen in London erklärten 80% der Briten, dass sie stolz sind, Briten zu sein“, erklärte Michael Vesper, Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am 19.5. beim Taz-Salon im Haus 73, bei dem es um die Hamburger Olympia-Bewerbung ging.

Einen ähnlichen Zusammenhang zwischen Sportgroßveranstaltungen und erstarkendem Nationalismus stellte bereits vor einigen Jahren Wilhelm Heitmeyer fest, der als Leiter des Bielefelder Instituts für Konflikt- und Gewaltforschung regelmäßig zur Ausbreitung verschiedener Formen „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ forscht. Was für viele vor dem Hintergrund einer wachsenden Anzahl rassistischer Übergriffe in Deutschland allerdings ein Horrorszenario ist, ist für Michael Vesper, langjähriger Politiker bei den Grünen in Nordrhein Westfalen, ein Argument für Olympische Spiele in Deutschland. Weiterlesen

Olympia-Wahnsinn stoppen, Stadtteil-Demo gegen olympische Spiele in Hamburg, 30.5.

Jetzt den Olympia-Wahnsinn stoppen bevor Feuer und Flamme die ganze Stadt abbrennt…[/caption]Kostenexplosion, Verdrängung, Sicherheitswahn, Infrastrukturchaos, Schwächung der Mitbestimmung, Weltoffenheit u.v.m. Dies sind nur einige große Probleme, die auf uns alle zukommen werden, wenn die Olympischen Spiele, wie von der Stadt Hamburg geplant, 2024 oder 2028 stattfinden. Um eine kritische Öffentlichkeit zu schaffen und Olympia in Hamburg zu verhindern, hat sich im März eine offene Plattform gegründet. Am Samstag, den 30. Mai, treten wir um 16.00 Uhr auf dem Stübenplatz (Wilhelmsburg) dem Werbewahn in Form einer Demonstration entgegentreten. Weiterlesen