Kurz vor der Entscheidung: Kein Olympia für Berlin und Hamburg – Nur noch München und Köln/NRW im Rennen

Kurz vor der Entscheidung: Kein Olympia für Berlin und Hamburg – Nur noch München und Köln/NRW im Rennen

Nach den Wahlen zum Abgeordnetenhaus im September 2026 in Berlin dürfte klar sein: Eine Mehrheit für Olympia gibt es in Berlin nicht mehr. Grüne und Linke hatten sich – neben Sozial-, Klima- und Umweltorganisationen – von vornherein ablehnend gegen eine Olympia-Bewerbung von Berlin ausgesprochen – allemal auch mit Blick auf 2036, einhundert Jahre nach der Nazi-Olympiade. Cool – wie immer – der DOSB, der das Wahlergebnis nicht überbewerten will.

Ein rot-rot-grüner Senat in Berlin dürfte nach Adam Riese also die Olympia-Bewerbung schnellstes beenden bzw. dem DOSB sei angeraten, besser nicht mehr auf Berlin zu setzen. Am 26. September – so die Ankündigungen vom Deutschen Olympischen Sport Bund – soll die Entscheidung verkündet werden. Nachdem Hamburgs Bürger*innen bereits Ende Mai „Nein Danke“ zu Olympia gesagt hatten und nun die Berlin-Bewerbung keine Zukunft mehr hat, bleiben nur die beiden weiteren Bewerber*innen München oder Köln/NRW im Rennen.

Auch das laufende Bürgerentscheids-Verfahren gegen ein Olympia-Bewerbung – völlig unabhängig von den Wahlen zum Abgeordnetenhaus – hatte die Berliner Aussichten auf einen Olympia-Zuschlag schon maßgeblich behindert. Denn immerhin wäre ein Beschluss des DOSB für Berlin, während dort noch die Bürger*innen-Abstimmung im Gang wäre, nicht gerade einen guten Eindruck gemacht.

Mit Bezug auf eine DPA Meldung berichtet u.a. die Zeit, dass die Berliner Wahlsiegerin Elif Eralp (Linke) der Bewerbung der Hauptstadt um Olympische und Paralympische Spiele kaum noch Chancen einräume: «Ich denke, dass sich die Entscheidung erledigt hat, weil, wir haben jetzt die Wahl auch mit diesen Aussagen zu Olympia gewonnen und insofern werden diejenigen, die das an Berlin herantragen, sich auch überlegen, ob das Sinn macht, dann so einer Bewerbung den Zuschlag zu geben. Und ich denke, das ist ziemlich eindeutig»

Aber das Elend mit Olympia, wäre nicht so groß, wenn es den DOSB nicht gäbe. In der genannten Meldung erfahren wir: „Der DOSB will das Ergebnis aber nicht überbewerten. Vorstandschef Otto Fricke sagte dem «Tagesspiegel»: «Das Ergebnis ändert erst einmal nichts. Und ich war lange genug in der Politik, um zu wissen, dass es zu früh ist, um jetzt schon beurteilen zu können, wie sich die Parteien bis zum 26. September in Berlin zu dem Thema positionieren.»

Ob sich die DOSB-Delegierten aber trotz der möglichen neuen Regierung in der Hauptstadt für Berlin entscheiden werden, bleibt fraglich.“

Habe die Ehre!

dirkseifert

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

×