NOlympia Köln und Linke NRW zur DOSB Entscheidung für München als deutscher Olympia- Bewerber

NOlympia Köln und Linke NRW zur DOSB Entscheidung für München als deutscher Olympia- Bewerber

Nach NOlympia-Hamburg haben auch Nolympia-Colonia.de und die Linke NRW mit PMs auf die Entscheidung des DOSB reagiertm mit München als deutsche Bewerberstadt für Olympische Spiele 20236, 2040 oder 2044 anzutretten. Auf der Kölner Seite findet sich auch das bisherige Bündnis, welches sich von Anfang an aus einer Vielzahl von Gründen gegen Olympische Spiele in Köln-Rhein-Ruhr ausgesprochen hatte. Auch der Landesverband der Linken in NRW meldet sich mit einer PM zu wort.

Hier zur Dokumentation die PM von Nolympia-Colonia.da  Dadrunter die PM von den Linken NRW. Auch der ebenfalls betroffene Linke Ruhrverband meldet sich per PM, ganz unten.

München macht das Olympia-Rennen! NOlympia Colonia: NRW, pass auf! Tu was für deinen Sport und schaffe Wohnraum!

Den Menschen in NRW, die wegen der Olympiaentscheidung für München jetzt enttäuscht sind, möchten wir sagen: Es ist besser so! Einer unserer Hauptkritikpunkte waren die Verkehrsprobleme in NRW und die Anbindung der Austragungsorte an das Olympische Dorf. Bei der ersten Punktebewertung der DOSB-Kommission für „Reisezeiten“ erreichte München 95,5 Punkte, Köln-Rhein-Ruhr hingegen nur 63,5 Punkte.

Das war ein entscheidender Faktor. Wie der bayerische Ministerpräsident Söder die einzeln stimmberechtigten Sportverbände vor der Abstimmung umworben hat, kann man nur erahnen.

Weder die 15 Kommunen in NRW noch das Land selbst haben die Finanzkraft, um Olympische Spiele zu stemmen. Die Kommunen verschulden sich immer weiter. Zudem muss man nüchtern feststellen, dass die Entwicklung einer guten Infrastruktur in der Metropolregion Rhein-Ruhr noch Jahre dauern wird. Dafür müssen viele Milliarden Euro investiert werden. Olympische Spiele hätten diese Aufgabe nicht gelöst, sondern einen weiteren Schuldenberg aufgetürmt.

Wir rufen den Sportlerinnen und Sportlern zu: Lasst uns gemeinsam mit den Kommunen dafür kämpfen, dass mehr für Gesundheit, Breiten- und Schulsport getan wird und die entsprechenden finanziellen Mittel in den laufenden Haushaltsberatungen bereitgestellt werden!

Das geplante Olympiastadion und das Olympische Dorf haben ein großes Kölner Wohnraumprogramm für 10.000 Menschen um drei Jahre verzögert. Das müssen der Kölner Oberbürgermeister und das Land NRW jetzt gemeinsam angehen. Wer schöne Bilder ins Netz stellt, muss nach der gescheiterten Bewerbung auch glaubhaft handeln.

Wir bedanken uns für die große Unterstützung in den letzten Monaten!

NOlympia Colonia, Jörg Detjen, Roland Schüler, Köln den 26.9.2026

LinkeNRW: 

Olympia Köln-Rhein-Ruhr: Die Entscheidung ist gefallen

Die Olympischen Spiele werden nicht in NRW stattfinden. Das hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entschieden. München nimmt nun am internationalen Wettbewerbsverfahren teil. Die Linke NRW hatte sich bemüht im Vorfeld Aufklärung gegen eine Bewerbung für die Olympischen Spiele an Rhein und Ruhr zu betreiben, da es offensichtlich schien, dass das Verkehrskonzept und die dezentrale Ausrichtung der NRW-Konzeption den Anforderungen des DOSB nicht entsprachen. Zudem war der Kostenbedarf der Situation im Land nicht angemessen. Bei den Abstimmungen in den Kommunen hatte letztlich rund 1/3 der Teilnehmenden die Bewerbung abgelehnt.

„Die Menschen, die am 19. April 2026 für die Austragung der Olympischen Spiele an Rhein und Ruhr gestimmt hatten, sollten nun aber nicht enttäuscht sein. Die aktuelle Krise der Kommunalfinanzen macht doch nur allzu deutlich, dass es nicht realistisch ist, dass sich NRW auf eine solches Großereignis konzentriert, während das Geld für die Sanierung von Straßen, Brücken, Schulen und Sportanlagen fehlt. Zur Erinnerung: Im Laufe der Werbekampagne wies der Landessportbund darauf hin, dass rund 3,5 Mrd. Euro zur Sanierung der Sportanlagen in NRW fehlen. Die Landesregierung sollte nun die dringend benötigten Investitionen im Land angehen und den Kommunen mit Förderprogrammen helfen,“ kommentiert Utz Kowalewski, kommunalpolitischer Sprecher im Landesvorstand der Linken, die Entscheidung des DOSB.

Bei der ersten Punktebewertung der DOSB-Kommission erhielt München 95,5 Punkte, Köln-Rhein-Ruhr hingegen nur 63,5 Punkte. Entscheidend war die Verkehrssituation in NRW. „Klar ist, dass der öffentliche Nahverkehr wegen der schwierigen Kommunalfinanzen unter enormen Druck geraten ist. In Köln – der zentralen Stadt der Olympiabewerbung – wird bereits über die Schließung von Buslinien debattiert. Die Bogestra in Bochum soll sogar 10 Millionen Euro einsparen, um den Haushalt der Ruhrgebietsstadt zu entlasten. So kann ein Großereignis wie Olympia nicht funktionieren. Es braucht Lösungen wie beispielsweise eine zweckgebundene auskömmliche ÖPNV Pauschale, die nicht von den Kämmerern zur Haushaltskonsolidierung eingezogen werden kann. Außerdem muss der SPNV endlich mehr Verlässlichkeit aufweisen,“ schlägt Kowalewski vor.

„Hier ist auch Ministerpräsident Wüst persönlich in der Pflicht. Die bunten Bilder und Presseauftritte zur Präsentation der Bewerbung reichen nicht. Nun muss gehandelt werden“, so Kowalewski abschließend.

###

Linke Regionalverband Ruhr RVR https://www.dielinke-rvr.de/start/

Pressemitteilung

München vorn bei Olympia-Bewerbung

Sport und Infrastruktur an Rhein und Ruhr erst Recht fördern!

Die Fraktion Die Linke im Regionalverband Ruhr (RVR) kann verstehen, dass viele Olympia-Unterstützer*innen an Ruhr und Rhein von der eindeutigen Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) für Olympia in München enttäuscht sind. Sie ist jedoch der Meinung: Es ist besser so!

Die Linke hat von Anfang an darauf hingewiesen, dass die Reisezeiten zwischen den Spielstätten an das Olympische Dorf nicht den olympischen Kriterien entsprechen. Sie wurden vom DOSB mit nur 63,5 Punkten bewertet gegenüber 95,5 für München. Das und die „internationale Strahlkraft“, bei der München ebenfalls deutlich vorne lag, waren offensichtlich wichtige Gründe für die Entscheidung. Die Verkehrsinfrastruktur in NRW ist gerade im Öffentlichen Nahverkehr unzureichend. Die Finanzkraft der 15 beteiligten Kommunen und des Landes lässt keinen Raum für solche Leuchtturm-Großveranstaltungen.

„Das Land und die Kommunen in NRW sollten nun die tatsächlichen Probleme im Land angehen,“ so Wolfgang Freye, Co-Vorsitzender der Fraktion. „Der Landessportbund geht davon aus, dass in den Sportstätten des Landes Investitionen von 3,5 Milliarden Euro nötig sind, das Land hat gerade 1 Milliarde Euro geplant. Bei der Verkehrsinfrastruktur muss vor allem der Öffentliche Nahverkehr verbessert werden, der inzwischen viele Jahre verspätete RRX reicht da nicht aus. Und schließlich muss die Unterfinanzierung der Kommunen endlich beendet werden.“

Monetta Marchiano, Co-Fraktionsvorsitzende, ergänzt: „Olympische Spiele hätten diese Aufgaben nicht gelöst, sondern einen weiteren Schuldenberg aufgetürmt. Einer Frage werden wir natürlich noch mal nachgehen: Wieviel Geld das Land und die Kommunen bisher eigentlich für die Bewerbung ausgegeben haben. Das hätte auf jeden Fall anders genutzt werden können. Auch der DOSB sollte sich fragen lassen, wieso er es für sinnvoll hält, vier Regionen in einen Wettbewerb zu schicken, von denen dann sowieso nur zwei übrig bleiben und nur eine ausgewählt werden kann.“

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Veröffentlichung

Sie erreichen Wolfgang Freye unter 0163-7358030 und Monetta Marchiano unter 0176-20162903

dirkseifert

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

×