Drohnen für Olympia: Hamburger Senat lässt leuchten

Drohnen für Olympia: Hamburger Senat lässt leuchten

Der Hamburger Senat geht für die Propaganda für seine geplante Bewerbung um Olympische Spiele mit Drohnen an den Start und behauptet: „Olympia in Hamburg. Eine Chance für alle.“ Ausgerechnet in der Elbphilharmonie startet der Senat seine Olympia-Kampagne auf Kosten der Steuerzahler:innen. Das ist mit Blick auf die regelmäßigen Kostenexplosionen Olympischer Spiele irgendwie fast symbolträchtig: „Die Baukosten (der Elbphilharmonie) betrugen am Ende mit rund 866 Millionen Euro mehr als das Elffache der mit ursprünglich 77 Millionen Euro geplanten Summe.“ (Wikipedia) Dabei fällt auch dem Hamburger Tagesjournal auf, dass die Show mit einem gewissen Fehler startet: „Das war durchaus beeindruckend, allerdings dürfte es auch Kritik geben, denn die Show war keine Chance für alle, da sie nicht öffentlich angekündigt wurde.“ NOlympia-Hamburg meldet sich zu dem Großkopferen-Auftritt zu Wort (gleich unten). Die haben grade gegen alle Schönrederei durchgesetzt, dass in die Wahlunterlagen für das Ende Mai geplante Referendum nun auch ihre Olympia-Kritik aufgenommen werden muss. In nur drei Wochen sammelten die in keiner Weise bezahlten Aktiven für dafür fast doppelt so viele Unterschriften, als notwendig. Mehr als je eine Volksinitiative in Hamburg erreicht hat und das bei Schnee, Glatteis und klirrender Kälte. Der rot-grüne Senat lässt sich die Werbung durch Steuermittel in Höhe von insgesamt fast 18 Millionen Euro kosten. Zusätzlich werden andere wirtschaftliche Interessierte sich sicher auch mit hohen Summen einmischen. 

FAIRspielen dokumentiert die PM von NOlympia-Hamburg.de:

Elitäre, olympische Luftnummer

Am Donnerstag, den 26.02.2026 stellte der Senat auf der Elbphilharmonie-Plaza seine Werbekampagne für die Bewerbung um die Deutsche Bewerbung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 und 2044 vor.

Dazu Eckart Maudrich, Pressesprecher von NOlympia: „Während der Senat Hof hält, um seine generalstabsmäßig geplante ‚Offensive‘ gegenüber dem Stimmvolk zu inszenieren, staunt der Plebs über ein Drohnen-Barock, das den zur Audienz Geladenen geboten wird – bezahlt von eben jenem Stimmvolk, das all dies nur aus den Bildern der Berichterstattung erfährt. Dieser Auftakt zur Bewerbung zeigt im Kleinen, was im Großen zu erwarten wäre: kein Festival für alle, sondern eine Exklusivveranstaltung für die oberen zehn Prozent – finanziert von der gesamten Stadtgesellschaft. Drei Milliarden Euro hat Paris 2024 an Einmalkosten aufgerufen – das sind fünf Elbtower.  Mit dieser Inszenierung macht der Senat deutlich, dass er einen ähnlichen Weg auch für Hamburg einschlagen will. Die Folge: Mittel, die dann für Bildung, Soziales, Kultur und Wohnen fehlen werden. Dass der Senat seine sogenannte ‚Informations‘-Kampagne bereits präsentiert, bevor belastbare Zahlen zu Kosten und Finanzierung vorliegen, zeigt vor allem eines: Wer echte Information und Transparenz sucht, muss sie sich anderswo beschaffen.“

 

dirkseifert

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