Olympische Spiele: „IOC ist größter Profiteur“

Olympische Spiele: „IOC ist größter Profiteur“

Während auf der Hamburger Sportgala launig für die großkopferte Olympia-Bewerbung getrommelt wird, kommt die Tagesschau mit Bezug auf den Sportökonomen Timo Zimmermann, Professor der International School of Management (ISM), jüngst zu einer nüchternen und an Fakten orientierten Bilanz: »“Das IOC nimmt die größten Summen ein aus der medialen und werberechtlichen Vermarktung. Die gibt er zu 40 Prozent auch an den Ausrichter zurück. Den Rest verwendet er, um den Olympischen Gedanken zu fördern.“ Zur Einschätzung des wirtschaftlichen Erfolgs gehöre aber auch, so Experte Zimmermann, weitere Aspekte miteinzubeziehen – etwa soziale, ökologische, psychologische und kulturelle Effekte. Problematisch sei allerdings, dass man diese Impulse nicht einfach in Zahlen ausdrücken könne.“« Mühselig versucht der Artikel bei der Tagesschau dennoch Argumente pro Olympia zu sammeln. Z. B. dass das Geschäftsmodell des IOC für die Sportler*innen eine lukrative Sache wäre. Da aber widerspricht nicht nur Sportexperte Jens Weinreich oder auch Sportwissenschaftler Dr. Benjamin Bendrich. Hinzu kommt: Viele lokale Anbieter haben wegen der IOC-Verträge mit großen Konzernen mit gewerblichen Einschränkungen zu rechnen. Das Hamburgs Innen- und Sportsenator nur Wunderdinge über Olympische Spiele kennt, ist kaum verwunderlich, sollte aber die Risiken und Nebenwirkungen olympischer Spiele nicht überdecken.

Zu wirtschaftlichen Fragen im Zusammenhang mit Olympischen Spiele hier ein paar Artikel mit weiteren Quellen und Hinweisen auf FAIRspielen: 

dirkseifert

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