Olympia-Referendum Hamburg: Mehr Demokratie und Meinungsvielfalt

Die Initiative NOlympia Hamburg wird vom 31. Januar bis zum 20. Februar Unterschriften sammeln, um eine olympiakritische Stellungnahme im Abstimmungsheft zum Bürgerschaftsreferendum am 31.5. veröffentlichen zu können. Die Bürgerschaftsfraktion und der Landesverband der Linken unterstützen die Sammelaktion und warnen vor den Gefahren Olympischer Spiele in Hamburg. Auch eine Aktion vom BUND Hamburg hat heute auf dem Rathausmarkt stattgefunden. Ein Treffen zur Vorbereitung der Unterschriftenaktion findet am kommenden Donnerstag im Centro-Sociale statt.
- Hier ist NOlympia-Hamburg online. Siehe auch gleich unten mehr.
- BUND Hamburg bestärkt Kritik gegen Prestigeprojekt Olmypia-Bewerbung
Dazu die PM von der Linken hier auf der Seite von Co-Fraktionsvorsitzenden Heike Sudmann
NOlympia-Hamburg teilt per PM mit (Dokumentation, ACHTUNG – die genannten Anlagen sind hier als ZIP-DATEI zum download):
Referendum über Olympia: NOlympia Hamburg plant Unterschriftensammlung
Am Mittwoch stimmt die Hamburgische Bürgerschaft über den Antrag der Koalitionsfraktionen ab, am 31. Mai ein Bürgerschaftsreferendum über die Austragung Olympischer Sommerspiele in Hamburg abzuhalten. Die Initiative NOlympia Hamburg kündigt eine Gegenkampagne an – und sammelt ab Ende Januar Unterschriften, um mit einem eigenen Statement ins Abstimmungsheft zu kommen. Dafür muss die Initiative innerhalb von drei Wochen rund 10.000 gültige Unterschriften sammeln.
Dazu Eckart Maudrich, Sprecher von NOlympia Hamburg:
„Hamburg hat viele Probleme – seien es massiv steigende Mieten, Armut, Verkehrschaos oder die Auswirkungen der drohenden Klimakatastrophe. Olympische Spiele tragen vielleicht zu einem guten Image bei – sie verschlimmern aber die Probleme. Solange der Senat die Wohnungsnot nicht in den Griff bekommt, kann er nicht ernsthaft ein Mega-Event in die Stadt holen, das die Mieten noch weiter nach oben treibt. Bereits jetzt kämpfen viele soziale Träger ums Überleben. Für Olympia hat der Senat dagegen die Spendierhosen an und macht in kürzester Zeit allein für die Bewerbung 20 Millionen Euro locker. Sollte es so weit kommen, dass der Elefant Olympia in die Haushaltsbadewanne steigt, bleibt nicht mehr viel Wasser übrig. Jeder Euro, der in das 30-Tage Mega-Event fließt, fehlt zum Beispiel bei Bildung, Mobilität, Wohnungsbau und sozialen Einrichtungen.“
Dazu Clara Ihring, Vertrauensperson und Sprecherin von NOlympia Hamburg: „Entgegen der Senatversprechen ist diesmal nicht alles ganz anders als 2015. Olympia passt sich nicht der Stadt an. Für die Behauptung, im Volkspark müsste auch unabhängig von Olympia ein neues Stadion gebaut werden, gibt es keine Grundlage. Vorbild für das neue Stadion ist ausgerechnet das Bernabeu-Stadion in Madrid, das mit 1,79 Milliarden Euro mehr als dreimal so teuer ausfiel, wie ursprünglich geplant. Dauerbaustellen und Olympic Lanes mitten durch die Stadt werden viele Hamburger*innen in die Verzweiflung treiben. Positive Effekte gibt es dagegen kaum: Studien zeigen, dass Olympische Spiele weder einen nennenswerten wirtschaftlichen Nutzen für die Austragungsorte haben noch die Beteiligung an sportlichen Aktivitäten befördern. Hamburg hat etwas Besseres verdient. Wir sind zuversichtlich, dass die Mehrheit der Hamburger*innen vernünftiger ist als die Senatskoalition und wie 2015 dem Größenwahn eine Absage erteilt.“
NOlympia Hamburg wird lädt ein zur Kick-Off-Veranstaltung zum Kampagnenstart: Am Freitag, 16.1. um 18:00 Uhr im Centro Sociale, Sternstraße 2.
Im Anhang finden Sie das Statement, für das NOlympia Hamburg Unterschriften sammelt und die Präsentation für die Pressekonferenz.
Für Rückfragen:
Kontakt: Eckart Maudrich, Pressesprecher NOlympia-Hamburg
E-Mail: presse@nolympia-hamburg.de
Weitere Informationen finden Sie auf : www.nolympia-hamburg.de und fairspielen.de
Über NOlympia Hamburg
NOlympia Hamburg hat sich anlässlich Hamburgs Olympiabewerbung 2015 formiert, um über Risiken und Nebenwirkungen von Spielen in Hamburg kritisch zu informieren. Mitte 2025 musste die Arbeit erneut aufgenommen werden, weil der Senat sich wieder massiv Steuermittel hat genehmigen lassen, um seine Wahrheit über alle Stimmen und Abstimmungsergebnisse hinweg durchzusetzen und dadurch eine ausgewogene Information akut gefährdet ist.





