Olympia-Bewerbung: BUND Hamburg fordert Wirtschaftlichkeitsprüfung

Olympia-Bewerbung: BUND Hamburg fordert Wirtschaftlichkeitsprüfung

Der Umweltverband BUND hat sich in den vier betroffenen Städten München, Köln Rhein Ruhr, Berlin und Hamburg gegen die Bewerbungen für Olympische Spiele ausgesprochen. In Hamburg kündigt der Verband jetzt eine Aktion an. Die Forderung: Der Hamburger Senat und die Bürgerschaft müssen vor dem für Ende Mai geplanten Referendum bestehende Regeln einhalten und im Rahmen der Landeshaushaltsordnung eine Wirtschaftlichkeitsprüfung durchführen und veröffentlichen. Olympische Spiele werden regelmäßig zu einem Milliarden-Euro-Desaster für die Austragungsstädte. Zuletzt hatte Paris mehrere Milliarden Verlust für die öffentlichen Kassen zur Folge.

Der BUND lädt mit der Landesvorsitzenden Sabine Sommer und der Projektgruppe „NEIN zu Olympia“ zu der „öffentlichen Aktion am Dienstag, dem 13. Januar 2026 (um 13 Uhr) auf dem Rathausmarkt ein. Anlass ist die Bürgerschaftssitzung am Folgetag, auf der das Referendum zur Olympia-Bewerbung beschlossen werden soll.“

In der Einladung des BUND heißt es: „Mit der Aktion richtet die Initiative einen eindringlichen Appell an Senat und Bürgerschaft, vor dem Start des Olympia- Referendums eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung durchzuführen, da eine Olympia-Bewerbung mit erheblichen finanziellen Risiken verbunden ist und nach Auffassung des BUND den Vorgaben der Landeshaushaltsordnung nicht gerecht wird. Diese verpflichtet den Senat bei allen finanzwirksamen Maßnahmen von erheblicher Bedeutung zur Durchführung angemessener Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen, insbesondere in Form von Kosten-Nutzen-Analysen. Zudem verlangt sie eine Prüfung, ob staatliche Aufgaben auch auf andere Weise erfüllt werden können.

Vor diesem Hintergrund kritisiert die Initiative, dass eine transparente und belastbare Wirtschaftlichkeitsprüfung für eine Olympia-Bewerbung bislang nicht vorliegt. Die Aktion macht deutlich, dass eine Bewerbung ohne diese Grundlagen haushaltsrechtlich unvertretbar ist und zu einer Verschwendung öffentlicher Mittel führen kann.

Darüber hinaus informiert die Initiative über das weitere Vorgehen, insbesondere über den Start der geplanten Unterschriftensammlung gegen die Olympia-Bewerbung sowie über die zentralen Gründe für ein „Nein“ zu Olympia in Hamburg.“

Das Bündnis NOlympia-Hamburg ruft zu dieser Unterschriftenaktion auf, damit in dem Info-Heft zum Olympia-Referendum auch die zivilgesellschaftliche Kritik den Wähler*innen vorgelegt wird: NOlympia Hamburg kündigt start einer Unterschriften-Kampagne an und bittet um Unterstützung

Weitere Infos vom BUND zur Olympia-Bewerbung von Hamburg:

dirkseifert

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