NOlympia-Hamburg: Langfriststudie zeigt, dass Olympische Spiele am wenigsten helfen, um ins Sport treiben zu kommen

NOlympia-Hamburg: Langfriststudie zeigt, dass Olympische Spiele am wenigsten helfen, um ins Sport treiben zu kommen

Olympische Spiele sollen dazu beitragen, dass die Menschen verstärkt für Sport und Bewegung motiviert werden. Das wird immer wieder und gern behauptet und als eine Art wichtiger „Soft skills“ dargestellt. Aber ist das zutreffend? Dazu hat NOlympia-Hamburg jetzt auf eine Studie verwiesen, die aufzeigt, dass diese scheinbar so plausible Behauptung nicht zutreffend ist und die Frage von Sport und Bewegung von ganz anderen Faktoren beeinflusst wird. FAIRspielen dokumentiert die PM im folgenden:

  • Dokumentation PM Nolympia-Hamburg.de: Gute Vorsätze: Langfriststudie zeigt, dass Olympische Spiele am wenigsten helfen, um ins Sport treiben zu kommen

Laut dem Datenportal Statista haben sich 48% der Deutschen für das 2026 vorgenommen, mehr Sport zu treiben. Eine Studie der University of Birmingham hat die Langzeiteffekte von Olympischen Spielen auf die Neigung Sport zu treiben anhand der Spiele von Beijing (2008) und London (2012) untersucht. Die Verfasser stellen fest: “Es ist festzustellen, dass die inspirierende Wirkung der Olympischen Spiele zwar als Auslöser für Veränderungen im Teilnahmeverhalten nachweisbar wurde, diese Effekte jedoch als weniger bedeutend als andere grundlegende intrinsische (Sportkompetenz, Sporteinstellung und Sportselbstvertrauen) und extrinsische Faktoren (Zugänglichkeit von Sportanlagen und Zeit) wahrgenommen wurden.” Chen, S, Liang, X, Hu, X & Yan, X 2022, Assessing the long-term inspirational impact of sporting-mega-events on sport and physical activity participation: postevents’ evidence from the UK and China. 2022, Seite 26

Diese Tabelle ist auf Seite 24 der o.g. Studie

NOlympia Hamburg Sprecher Eckart Maudrich meint dazu:
Olympische Spiele sind nachweislich der uneffektivste Weg, Bewegung und Sport in der Breite zu fördern. Der Investitionsfokus auf dem Neubau eines milliardenschweren Olympiastadions, für das es keine Bedarfsanalyse jenseits der Olympiabewerbung gab, ist daher nicht zielführend. Auch die Mittel für die geplanten Einweg-Sportstätten, die bei Paris 2024 €1.3 Milliarden gebunden haben, werden fehlen, um in tägliche Bewegungsanreize, die über Gehweg- und Radnetze und dezentrale Sportstätten begünstigt werden, zu investieren.” 

Für Rückfragen:
Kontakt: Eckart Maudrich, Pressesprecher NOlympia-Hamburg
E-Mail: presse@nolympia-hamburg.de
Weitere Informationen finden Sie auf: www.nolympia-hamburg.de und fairspielen.de

Über NOlympia Hamburg

NOlympia Hamburg hat sich anlässlich Hamburgs Olympiabewerbung 2015 formiert, um über Risiken und Nebenwirkungen von Spielen in Hamburg kritisch zu informieren. Mitte 2025 musste die Arbeit erneut aufgenommen werden, weil der Senat sich wieder massiv Steuermittel hat genehmigen lassen, um seine Wahrheit über alle Stimmen und Abstimmungsergebnisse hinweg durchzusetzen und dadurch eine ausgewogene Information akut gefährdet ist.

 

dirkseifert

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