NRW NOlympia: Linke Kritik und Veranstaltungen mit Olympiasieger Harting, Pariser Aktivsten und BUND

NOlympia NRW heißt es in einer Veranstaltungsreihe der Linken in Duisburg (26.3,), Essen (27.3), Dortmund (28.3) und Gelsenkirchen(29.3). Als Gäste dabei sind unter anderem Paul Alauzy (Sprecher des Pariser Aktionsbündnisses „Le revers de la médaille“), Christoph Harting (Olympiasieger im Diskuswerfen 2016, Rio de Janeiro) und Simone von Kampen (Geschäftsführerin Politik und Kommunikation BUND NRW. Außerdem dabei sind Jörg Detjen und Roland Schüler – Sprecher des Bündnisses NOlympia-Colonia. In NRW ist die heiße Phase der Bürger*innenbefragung angelaufen. Bis zum 19 April können die Bürger*innen in den betroffenen Städte und Kommunen darüber abstimmen, ob die NRW-Region Rhein-Ruhr sich für Olympische Spiele 2036,2040 oder 2044 bewerben soll.
- Ulrike Meyfarth zum laufenden Olympia-Bewerbungs-Wettlauf: „Ich finde, dass diese nationalen, vom DOSB veranstalteten Ausscheidungswettkämpfe großer Unfug sind“
- Olympia Bewerbung NRW – „Dortmunds fragile Olympia – Bewerbung“
- Köln jetzt NRW-Olympia-City – Rot-Grün updated Rhein-Ruhr-Olympia-Bewerbung – Linke, BUND und andere sagen NEIN
- Nein zu Olympia – Kölner BUND legt Aktionskatalog vor
Weitere Informationen zu den Veranstaltungen finden sich hier beim Lokalkompass. Dort teilt der Olympiasieger Christoph Harting und Referent u.a. mit: „Ich komme gern aus Berlin ins Ruhrgebiet, um aus der Sicht eines Leistungssportlers und Olympiasiegers auf die Schattenseiten des Systems aufmerksam zu machen. Am Ende zahlen bei Olympia immer die kleinen Leute drauf. Es muss viel stärker darum gehen, wie man den Sport als Gemeinschaftsgut fördert, den Breiten- und Vereinssport stärkt und Leistungssportler*innen besser vor Risiken schützt, ihnen berufliche Perspektiven bietet.“
- Dieses Zitat findet sich außerdem in einer PM des Regionalverbands Rhein-Ruhr der Linken, die hier online ist.
An anderer Stelle heißt es zu den Gründen: „Die Linke ist für die Entwicklung des Sportes, sieht aber Olympia in NRW kritisch und lehnt die Bewerbung ab. Denn ein tragfähiges Finanzierungskonzept fehlt und die tatsächlichen Kosten sind unklar. Frühere Spiele haben immer ihre Budgets massiv überschritten. Nachweislich haben die Olympischen Spiele zu steigenden Mieten, Verdrängung, zusätzliche Verkehrsbelastung und Flächenversiegelung geführt, was im Widerspruch zu den Zielen einer nachhaltigen Stadtentwicklung steht. Öffentliche Gelder fließen in Prestigeprojekte, während soziale Infrastruktur unter Druck gerät. Die finanziellen Risiken tragen Kommunen und Steuerzahler*innen, während zentrale
Vermarktungsrechte über das IOC (Internationales Olympisches Komitee) organisiert werden. Gleichzeitig besteht in NRW ein milliardenschwerer Sanierungsbau im Breitensport – Geld, das dauerhaft vor Ort gebraucht wird. Angesichts dieser offenen sozialen, finanziellen und ökologischen Fragen ist klar: Vor den Ratsbürgerentscheiden am 19.04.2026 braucht es eine kritische und informierte öffentliche Debatte.“
Dieses Statement stammt von der Landesseite der NRW Linken und dort ist auch diese Veranstaltungsübersicht (PDF):
- Duisburg: 26.03.2026, 18:30 Uhr, Café Museum, Friedrich-Wilhelm-Straße 64, 47051 Duisburg,
- Essen: 27.03.2026, 18:00 Uhr, Regionalverband Ruhr, Kronprinzenstraße 35, 45128 Essen
- Dortmund: 28.03.2026, 14:00 – 16:00 Uhr, Rathaus Saal Westfalia, Friedensplatz 1, 44122 Dortmund
- Gelsenkirchen: 29.03.2026, 14:00 – 16:00 Uhr, Werner Goldschmidt Salon, Wildenbruchstraße 15-17, 45888 Gelsenkirchen
Weitere Informationen:
- Argumente und Gründe für das NEIN der Linken NRW sind hier online.
- Über die Veranstaltungsreihe informiert der Linke Regionalverband Rhein-Ruhr auf dieser Seite.
Bei Regionalverband Rhein-Ruhr ist zu lesen:
“Von wegen nachhaltige Spiele in Paris… Rhein-Ruhr sollte sich nicht um Olympia bewerben”
Informations- und Diskussionsveranstaltung zur geplanten Olympia-Bewerbung und ihren sozialen, finanziellen und ökologischen Folgen
Die Landesregierung NRW bewirbt die mögliche Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele für 2036, 2040 oder 2044 als „nachhaltiges Zukunftsprojekt“. Um eine Anforderung der Bewerbung zu erfüllen, sollen am 19.04.2026 in allen Ausrichterstädten Ratsbürgerentscheide dazu stattfinden.
Angesichts der offenen sozialen, finanziellen und ökologischen Fragen ist klar: Die Linke NRW lehnt die Olympia-Bewerbung ab und will vor den Ratsbürgerentscheiden am 19.04.2026 eine kritische öffentliche Debatte. Genau dafür schaffen wir Raum und laden zu unserer Veranstaltung ein. Kommt vorbei und diskutiert mit, für soziale Gerechtigkeit, klimagerechte Stadtentwicklung und gegen milliardenschwere Prestigeprojekte!
Gesprächspartner*innen:
- Paul Alauzy – Sprecher des Pariser Aktionsbündnisses „Le revers de la médaille“
- Christoph Harting – Olympiasieger im Diskuswerfen 2016, Rio de Janeiro
- Simone von Kampen – Geschäftsführerin Politik und Kommunikation BUND NRW e. V. (27.03.2026)
- Jörg Detjen bzw. Roland Schüler – Sprecher des Bündnisses NOlympia-Colonia
In den Orten:
- Duisburg: 26.03.2026, 18:30 – 20:30 – Uhr Café Museum, Friedrich-Wilhelm-Straße 64
- Essen: 27.03.2026, 18:00 – 20:00 Uhr – Regionalverband Ruhr, Kronprinzenstraße 35 Anmeldung: dielinke@rvr.ruhr / 0201-2069325
- Dortmund: 28.03.2026, 14:00 – 16:00 Uhr – Rathaus Saal Westfalia, Friedensplatz 1 Anmeldung: info@flut-do.de
- Gelsenkirchen: 29.03.2026, 14:00 – 16:00 Uhr – Werner Goldschmidt Salon, Wildenbruchstraße 15–17 Anmeldung: linksfraktion@gelsenkirchen.de
Eintritt frei!





