Ulrike Meyfarth zum laufenden Olympia-Bewerbungs-Wettlauf: „Ich finde, dass diese nationalen, vom DOSB veranstalteten Ausscheidungswettkämpfe großer Unfug sind“

Ulrike Meyfarth. 1972, München. Sie 16. Ich noch keine 12. Und da war noch der Fosbury-Flop. Aber sie sprang die unglaubliche Höhe von 190 cm. Goldmedaille. Und nochmal 1984 in Los Angeles. Und dazwischen viele deutsche Meisterschaften. Dieser Tage sagt sie im Kölner Stadtanzeiger zu den laufenden Wettbewerbungen für Olympische Spiele in Deutschland von München, Berlin, Hamburg und Köln-Rhein-Ruhr: „Ich priorisiere keine der deutschen Städte. Ich war 2024 in Paris und 2012 auch in London, ein Vergleich der jetzigen Bewerber mit diesen großflächigen Metropolen fällt mir schwer. Man wollte mich schon für die Bewerbung von München vor den üblichen Botschafter-Karren spannen, weil ich für die Menschen dort immer noch ein Gesicht der Spiele von 1972 bin. Aber ich halte mich zurück, auch in NRW. Ich finde, dass diese nationalen, vom DOSB veranstalteten Ausscheidungswettkämpfe großer Unfug sind.“ Der Kölner Stadtanzeiger hatte in einem Bericht am 13. März frühere Kölner Olympia-Teilnehmende zu ihrer Meinung nach den „Spielen im Rheinland“ befragt. Natürlich gibt das ein sehr unterschiedliches Bild, mit sehr persönlicher Note. In Berlin unterstützt der Olympiasieger Christoph Harting NOlympia-Berlin.
- NOlympia Berlin mit Olympia-Sieger und mit Volksbegehren gegen die Bewerbung
- Kritik am DOSB – 100 Jahre nach der Nazi-Olympiade: Bundespräsident Steinmeier bremst Olympia-Träume für 2036 aus historischen Gründen
- Hier ist das Video von dem Medaillensprung von Ulrike Meyfarth von 1972, wie es vom ZDF damals übertragen wurde. Bezahlt von Rundfunkgebühren der Bürger*innen. Der Screenshot sollte daher honorafrei sein. Auch weil Youtube als aktueller Hoster genannt wird.
Köln in NRW ist die „Frontstadt“ für das Paket Rhein-Ruhr in Sachen deutscher Olympia-Bewerbung für die Jahre 2036, 2040 und 2044. Außerdem sind München, Berlin und Hamburg im Rennen. Mitte April sollen in NRW die angelaufenen Bürgerbefragungen in den Städten und Kommunen der Region Rhein-Ruhr und Köln abgeschlossen werden. Die Briefwahl ist bereits angelaufen. Nachdem es lange mit der NRW-Bewerbung im ungefähren blieb, hatte die rot-grüne Landesregierung im Dezember nachjustiert und Köln in den Mittelpunkt des Regionalkonzepts gestellt. Der Stadt-Anzeiger gibt Statements von Frank Wieneke (64) – Judo – Gold 1984 und Silber 1988, Ulrike Nasse-Meyfarth (69) – Hochsprung – Gold 1972 und 1984, Nelvie Tiafack (27) – Boxen – Silber 2024, Max Rendschmidt (32) – Kanu – Gold 2016, 2021 und 2024, Steffi Nerius (53) – Speerwurf – Silber 2004, Markus Rehm (37) – Para-Weitsprung – Gold 2012, 2016, 2021 und 2024, Nike Rühr (geb. Lorenz) (29) – Hockey – Bronze 2016, Timo Horn (32) – Fußball – Silber 2016 wieder.
Doch auch in der betroffenen Region zwischen Mönchengladbach, Köln, Gelsenkirchen, Dortmund etc. gibt es inzwischen Aktive für ein NOlympia. Der BUND im Landesverband, aber auch z.B. die Kölner Kreisgruppe sagt Nein. Die Linken im vielen Kreisverbänden und Kreistagen sagen Nein. Aber auch viele Bürger*innen, die etwas genauer hinschauen, haben Sorgen vor steigenden Mieten und Lebenshaltungskosten und noch höheren Schuldenbergen angesichts der ohnehin klammen Kommunalkassen im hoch verschuldeten NRW.
- Nein zu Olympia – Kölner BUND legt Aktionskatalog vor
- Olympische Spiele Rhein Ruhr? Kölner Bündnis sagt NEIN
- Olympia Bewerbung NRW – „Dortmunds fragile Olympia – Bewerbung“
- Olympia Köln-Rhein-Ruhr@NRW – SPD Herten steigt aus
- NOlympia: Die Linke NRW ruft auf bei Ratsbürgerentscheiden mit „Nein“ zu stimmen





