Taschenspielertricks an der Elbe? Das Argument, das keines ist – wie Hamburg seine Bürger*innen mit Wissenschaft von Olympia überzeugen will

Wie ist das mit dem Sport und der Wirtschaft in Hamburg? Und welche Bedeutung hätten dabei Olympische Spiele? Der Sportwissenschaftler Benjamin Bendrich hat die jüngst veröffentlichte Studie des HWWI unter die Lupe genommen und übt Kritik. In den allgemeinen Aussagen zum Wirtschaftsfaktor Sport sei vieles nachvollziehbar belegt. Aber mit Blick auf die wenigen Hinweise im Zusammenhang mit Olympischen Spiele werde sogenanntes „Cherry Picking“ – Rosinenpicken -betrieben, so Bendrich. Der Sportsoziologe hatte u.a. auch im Hamburger Abendblatt in einem Beitrag auf zahlreiche ökonomische Mängel und Risiken hingewiesen.
- Im Juni 2025 hatte das Abendblatt diesen Kommentar von Bendrich unter dem Titel „Olympische Spiele in Deutschland – Was dagegen spricht“ veröffentlicht. Auch in seinem eigenen Blog „derballluegtnicht.com“ ist dieser Beitrag zu finden.
- Hamburg – Sport – Milliarden – HWWI legt Studie vor
Weiteres zum Thema auf FAIRspielen:
- Sportwissenschaftler kritisiert: PR-Spektakel – Olympia-Bewerbungen sind Verzerrung der Realität
- Olympische Spiele als Hype: Kurze Glücksgefühle – dann umfassende Katerstimmung
- Olympische Bewerbung: Risiken und Nebenwirkungen – Eine andere Seite der Medaille!
- Olympische Spiele: „IOC ist größter Profiteur“
In seinem Blog der „Ball lügt nicht“ hat der Sportsoziologe aus Göttingen jetzt diesen Beitrag veröffentlicht, in dem er die HWWI-Studie detailliert analysiert und kritisiert: „Taschenspielertricks an der Elbe? Das Argument, das keines ist –wie Hamburg seine Bürger*innen mit Wissenschaft von Olympia überzeugen will“
In dem Artikel schreibt Bendrich zur Einleitung auch: „Die allgemeinen Aussagen der HWWI-Studie bezüglich des Wirtschaftsfaktors Sport sind unbestreitbar und in der Studie nachvollziehbar belegt. In Bezug auf die sehr wenigen Erwähnungen im Kontext der Olympischen Spielen wird hier das Phänomen des sogenannten „Cherry Picking“ genutzt. Die Untersuchung zitiert ausschließlich positive Beispiele von Olympischen Spielen wie Atlanta (Arbeitsplätze, siehe Feddersen, Maennig, 2023 auf S. 75 in der Fußnote 7 der HWWi-Studie) und Salt Lake City (Profit für die Sport- und Freizeitindustrie, siehe Baumann, Engelhardt, Matheson, 2012, gleiche Fußnote), während die (zahlreichen) negativen Beispiele unerwähnt bleiben. Insbesondere die letzten drei Jahrzehnte waren von erheblichen Budgetüberschreitungen und gravierenden sozialen Konsequenzen in den Gastgeberstädten geprägt.“ Unter dem oben genannten Link bitte den Text im Original weiter lesen!





