Olympia jetzt sogar klimapositiv – Hamburger Senat antwortet auf Linke Fragen

Der Hamburger Senat will die angestrebten Olympischen Spiele nicht nur klimaneutral, sondern gar klimapositiv organisieren. Die Bürgerschaftsabgeordnete Stephan Jersch und Martin Wolter (beide Fraktion DIE LINKE) haben mit einer „Schriftlichen Kleinen Anfrage“ Antworten vom Senat verlangt, wie das funktionieren soll. Der NDR hatte über entsprechende Aussagen der Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) berichtet. Nach dem erfolgreichen Zukunftsentscheid muss Hamburg seine Klimaschutzmaßnahmen deutlich verstärken und bereits im Jahr 2040 klimaneutral sein.
- NDR: Fegebank wirbt für Klimaneutralität und Olympia als Doppelziel für Hamburg
- BUND Hamburg bestärkt Kritik gegen Prestigeprojekt Olmypia-Bewerbung
- In München, Hamburg, Berlin und Rhein-Ruhr – BUND sagt NEIN zu Olympia-Bewerbungen
Genau genommen gibt es zwei SKAs von den Linken Olympia klimapositiv:
- Olympia 2.0 mit nachhaltigen und klimapositiven Spielen (II) – PDF
- Olympia 2.0 mit nachhaltigen und klimapositiven Spielen? (PDF)
FAIRspielen.de dokumentiert …
Neue Idee: Senat will mit Olympischen Spielen das Klima retten
Nach Ansicht des Senats wird die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele entscheidend für die Klimaneutralität 2040 sein. Dies geht aus einer Antwort des Senats auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. Demnach wirbt der Senat in seinem Bewerbungskonzept mit der Klimaneutralität 2040, obwohl er im Zusammenhang mit dem Zukunftsentscheid noch vor den Folgen des Vorziehens der Klimaneutralität von 2045 auf 2040 gewarnt hatte. Darüber hinaus sollen die Spiele klimapositiv sein – das Spektakel soll also mehr CO2-Emissionen einsparen, als es verursacht. Wie das gelingen soll, ist völlig unklar.
- Die taz-nord hat bereits über das Thema und die Senatsanfrage berichtet.
Dazu Stephan Jersch, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Beim Zukunftsentscheid tat Bürgermeister Tschentscher ahnungslos, welche Maßnahmen nun bis 2040 umgesetzt werden müssen. Bei Olympia ist dem Senat aber offenbar klar, welche Maßnahmen für die Klimaneutralität 2040 erforderlich sind und das Ergebnis wurde dem IOC bereits zugesagt. Der Senat macht damit Klimapolitik nach Kassenlage. Notwendiges Handeln für das Klima im Stil einer Erpressung vom Entscheid für Olympia abhängig zu machen, ist unterirdisch. Oder andersrum: Wenn der Senat sicher ist, dass Hamburg nur dank der Olympischen Spiele fünf Jahre früher klimaneutral wird, dann sollte sich Hamburg direkt noch für ganz viele weitere Spiele bewerben!“
- Die Anfrage Drs 23/2754 ist hier als PDF.




