St. Pauli Fanclubs sagen: NOlympia Hamburg

St. Pauli Fanclubs sagen: NOlympia Hamburg

In einem definitiven Statement von Fanclubs des FC. St. Pauli bekommt NOlympia-Hamburg deutliche Unterstützung: „Unterschreibt, informiert euch, werdet aktiv und stimmt beim Referendum am 31. Mai mit NEIN!“ heißt es in der gemeinsamen Erklärung. „Wir Fanclubs des FC St. Pauli wollen unsere Freiräume erhalten, unsere Läden sollen noch lange bestehen bleiben. Wir wollen uns weiterhin im und rund ums Stadion ausleben, durchdrehen und unser Team anfeuern können. Bezahlbare Wohnungen und der Erhalt von sozialen Einrichtungen im Viertel wie in der gesamten Stadt sind uns wichtig. Keinen Fußbreit dem korrupten und rein profitgierigen IOC! Und wir lassen uns nicht blenden: Für die zahlreiche Versprechungen der Politiker*innen darüber hinaus braucht es keine Olympischen Spiele! Wir haben keinen Bock auf die katastrophalen Auswirkungen im Viertel und in der gesamten Stadt und sagen: NEIN zu Olympia!“ FAIRspielen.de dokumentiert das Statement. 

NOlympia-Hamburg.de: Zahlreiche Fanclubs des FC Sankt Pauli positionieren sich in einem gemeinsamen Statement zu der Olympia-Bewerbung Hamburgs:

Dieses Jahr im Mai soll – wie zuletzt 2015 – wieder über eine Olympia-Bewerbung Hamburgs per Referendum abgestimmt werden. Bereits vor elf Jahren hatten die Hamburger*innen gegen Olympia gestimmt, auch unsere Fanszene hatte sich damals klar dagegen positioniert. Die Voraussetzungen haben sich seitdem kaum geändert:

Andy Grote verspricht nun die Präsentation „der schönen Seite der Stadt“ mit „Festivalcharakter“. Zuletzt in Paris 2024 konnten wir erleben: Ein Belagerungszustand durch zehntausende Sicherheitskräfte – G20 lässt grüßen –rund um die Veranstaltungsstätten wäre eine Folge. Und immerhin 24 olympische SPORTARTEN sollen  – nach aktuellem Stand – direkt auf ST. PAULI stattfinden!

Bitte nicht!!!

Was wir in Hamburg bis Olympia bekommen würden:

Für die Marke „Olympische Spiele“ werden die City und das Viertel zurecht gebaut – mit erwartbaren Folgen:

  • Mietsteigerungen für Wohnungen & unsere Läden im Viertel!
  • Ausweitung zahlreicher Überwachungsmaßnahmen, die auch hinterher bestehen bleiben
  • Kürzungen bei sozialen Einrichtungen zugunsten einer einzigen Mega-Veranstaltung
  • Einsparungen im Kulturbereich, bei Schulen, Inklusion, Klima etc.
  • Brot & Spiele: Volle Aufmerksamkeit auf Olympia und Ablenkung von wichtigen Themen
  • Racial Profiling: Zunahme von rassistischen Polizeikontrollen
  • Zunahme von Vertreibungen benachteiligter Menschen, die nicht in ein touristisches Stadtbild passen

Was wir in HH im Olympia-Jahr aushalten müssten:

Bereits 2024 fiel das Fanclubturnier aus, da das Millerntorstadion für die EM-Vorbereitungen benötigt wurde. Im Olympiajahr wäre unser Stadion für längere Zeit sicherlich nicht für Fanaktivitäten zu nutzen. Darüber hinaus lassen auch die Olympia-Erfahrungen zuletzt aus Paris 2024 erahnen, welcher Stress im Austragungsjahr auf uns zukommen würde:

  • Sicherheitszonen: 500 Meter um die Veranstaltungsstätten herum
  • Gefahrengebiete, Zugang für Anwohner*innen nur mit QR-Code
  • Zunahme anlassloser Kontrollen Einschränkung der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit
  • Verkehrschaos und Baulärm das gesamte Jahr
  • Ordentlich Hubschrauber-Alarm
  • Noch mehr Touris und Preissteigerungen in der ganzen Stadt
  • Olympic Lanes (Extra-Fahrspuren für Funktionär*innen, Medien und Athlet*innen) mitten durch St. Pauli und weite Teile der Stadt

UND UNSER STADIONAUSBAU?

Das Millerntorstadion wird auch ohne Olympia ausgebaut! Oke Göttlich hat auf der Jahreshauptversammlung im November klargestellt, dass die Zusage der Politik für eine Unterstützung der Stadionerweiterung unabhängig von der Hamburger Olympia-Bewerbung ist.

FUSSBALL BEI OLYMPIA?

Das olympische Fußballturnier würde nicht mal in Hamburg ausgetragen werden, sondern von Dresden über Magdeburg bis ins Ostseestadion von Hansa Rostock.

KEIN BOCK AUFS IOC!

  • Das Internationale Olympische Komitee (IOC) als Veranstalter kommerzialisiert den Sport und bestimmt, zahlt keine Steuern und Einzelne kassieren die Gewinne, während die Risiken und Hauptkosten bei den Menschen in der Ausrichterstadt hängen bleiben.
  • Das IOC zeichnet sich aus durch: Korruption, Dopingskandale, kaum Mitspracherechte der Athlet*innen, fehlende Menschenrechtsstandards und undemokratische Strukturen.
  • Viele Sponsoren der Olympischen Spiele hätten beim FCSP aufgrund unserer gemeinsamen Leitlinien keine Chance, weil sie in Rüstung oder fossile Energien investieren oder wie zum Beispiel airbnb zur Verknappung von Wohnraum in der Stadt direkt beitragen.

UNTERSCHRIFTENSAMMLUNG!

Rund um das Heimspiel gegen Stuttgart werden von NOlympia Hamburg (www.nolympia-hamburg.de) Unterschriften gesammelt, damit auch die Gegenargumente in die Wahlunterlagen des geplanten Olympia-Referendums kommen:

Unterschreibt, informiert euch, werdet aktiv und stimmt beim Referendum am 31. Mai mit NEIN!

Wir Fanclubs des FC St. Pauli wollen unsere Freiräume erhalten, unsere Läden sollen noch lange bestehen bleiben. Wir wollen uns weiterhin im und rund ums Stadion ausleben, durchdrehen und unser Team anfeuern können. Bezahlbare Wohnungen und der Erhalt von sozialen Einrichtungen im Viertel wie in der gesamten Stadt sind uns wichtig. Keinen Fußbreit dem korrupten und rein profitgierigen IOC! Und wir lassen uns nicht blenden: Für die zahlreiche Versprechungen der Politiker*innen darüber hinaus braucht es keine Olympischen Spiele! Wir haben keinen Bock auf die katastrophalen Auswirkungen im Viertel und in der gesamten Stadt und sagen: NEIN zu Olympia!

Unterzeichner*innen:

dirkseifert

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