Über Medien: „Jubel statt Recherche – Wenn es um Olympiabewerbungen geht, werden Journalisten zu ahnungslosen PR-Leuten“

Über Medien: „Jubel statt Recherche – Wenn es um Olympiabewerbungen geht, werden Journalisten zu ahnungslosen PR-Leuten“

Jens Weinreich, investigativer unabhängiger Journalist, schaut sich seit vielen Jahren das Geschehen rund um die Olympischen Spiele und das IOC an (*). Auf Uebermedien.de hatte Weinreich im September 2024, also VOR dem heutigen Medienrummel und die Olympia-Bewerbungen von München, Berlin, Hamburg und Rhein-Ruhr.NRW einen Kommentar online, der eine schwere Kritik an Kolleg:innen enthält, bei der Journalismus zur PR wird. Während Hamburgs letzter Bewerbung 2015, die im Referendum scheiterte (Foto), hatte z.B. das Hamburger Abendblatt sich „positioniert“ und als Zeitung für Olympia ausgesprochen. Bei aNderen war Das nicht immer deR Fall.

Heute ist das offenbar etwas anders! Aber dennoch: Was bedeutet die Kritik von Weinreich z.B. in Hamburg? In München? Und anderswo? Ist das jetzt vielleicht schon irgendwie zu sehen? Oder hat u.a. die Kritik von Weinreich geholfen, dass in Hamburg die Bewerbung gründlicher abgeklopft wird und die offenkundigen Bruchstellen herausgearbeitet werden. Stadion-Neubauten und marode Brücken. Das wackelt.

(*) bei UeberMedien heißt es über Jens Weinreich:

Jens Weinreich begleitet seit 1991 journalistisch die deutschen und internationalen Olympiabewerbungen und hat in diesem Zeitraum über 47 IOC-Sessionen berichtet. Für seine Enthüllungen zur Leipziger Olympiabewerbung erhielt er den Wächterpreis, für die „Spiegel“-Titel zur WM 2006 den Nannenpreis Investigation. In Paris erlebte er seine 14. Olympischen Spiele. Er schreibt für seine einflussreichen Newsletter „SPORT & POLITICS“ und „THE INQUISITOR“ sowie für den „Spiegel“.

dirkseifert

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