Reminder: Anti-Olympisches Komitee lädt ein – 11. April im Centro Sociale

Im Einsatz gegen Olympische Brandbeschleuniger: das Anti-Olympische Komitee

Im Einsatz gegen Olympische Brandbeschleuniger: das Anti-Olympische Komitee

Am Samstag, den 11. April, lädt das Anti-Olympische Komitee zur Offenen Plattform gegen Olympische Spiele in Hamburg sein. „Lasst uns gemeinsam überlegen, wie wir die Bewerbung Hamburgs verhindern können“, schreiben die Veranstalter/innen.
Anbei folgt der Einladungstext: „Seit Mitte März ist klar, dass Hamburg sich als Austragungsort für die olympischen Spiele bewerben will. Im Herbst soll es dazu ein Referendum geben. Derzeit wird in der Bürgerschaft den rechtlichen Grundlagen dafür gebastelt, was anscheinend nicht ganz reibungslos verläuft [1]. Gleichzeitig werden hinter den verschlossenen Türen der Handelskammer und der Innenbehörde die Durchführungskosten kalkuliert und damit die Planung weiter vorangetrieben.

Wir sind aus verschiedenen Gründen der Überzeugung, dass eine Bewerbung für Hamburg äußerst schlecht wäre: Es müsste sehr sehr viel Geld für eine dreiwöchige Party ausgegeben werden (wir schätzen über 10 Milliarden Euro), von der ein paar Spitzensportler_innen vielleicht sehr viel, die allermeisten anderen Menschen aber nur sehr wenig haben werden; das IOC würde bis zum Abschluss der Spiele in Hamburg mitregieren; Stadtplanung und praktisch alles andere städtische Handeln würde durch diesen teuren Spaß einen Turbogang einlegen, der mit einer Verstärkung sozialer Missstände, steigender Mieten, Privatisierung städtischen Eigentums und öffentlichen Raums und vieler anderer Problemfelder Hamburgs einher gehen wird. Eine nervige, sportnationale Dauerbewerbung würde bis zur Eröffnung der Spiele versuchen, alle Anzeichen dieser Auswirkungen und erst recht Kritik und Proteste zu übertönen.

Es ist daher unser Vorschlag, eine Gegenkampagne zu starten, die mit Blick auf das Referendum im Herbst über diese Nachteile informiert und unsere Olympia-kritischen Position der offiziellen Werbekampagne entgegen setzt. Am 11. April laden wir daher alle Olympia-Kritiker_innen ein, gemeinsam diese Gegenkampagne zu planen.

Wir haben dazu ein paar erste Ideen, vor allem aber sind wir offen für Vorschläge und euer Engagement. Wir stellen uns den Nachmittag daher als offenen Raum vor, in der wir nach kurzen Inputs zu den wichtigsten Kritikpunkten in offenen Arbeitsgruppen gemeinsam überlegen, wie wir aktiv werden können, wie die Schwerpunkte und Methoden aussehen könnten, wer/welche sich daran beteiligen können und welche Ressourcen wir benötigen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr zur Plattform kommt und euch beteiligt, um Hamburg von seinem olympischen Fieber zu befreien!

Meldet euch gerne, wenn ihr vorab Fragen, Vorschläge oder Beiträge zu diesem Termin habt! Trag euch in unseren Newsletter ein [2] oder folgt uns bei Twitter [3]. Leitet diese Einladung gerne an Freund_innen und Aktivist_innen weiter.

Viele Grüße, das Anti-Olympische Komitee

Samstag, 11. April 2015, 13:00 Uhr im Centro Sociale, Sternstraße 2, 20357 Hamburg, Nähe U-Bahn Feldstraße

PS: Zum Schluss drei Anmerkungen:

Entsprechend der Ausrichtung als offene Plattform für Olympia-Kritiker_innen kann diese Veranstaltung allein aus Platz- und
Zeitgründen keine Informationsveranstaltung zur Bewerbung Hamburgs, der Zeitplanung und den möglichen Konsequenzen sein. Hierfür wird es in der Nachfolge sicherlich viele Möglichkeiten geben. Einen guten Überblick über den aktuellen Stand bietet schon jetzt die fortlaufende
Berichterstattung auf http://fairspielen.de/

Die Plattform will keine Bühne für Befürworter_innen oder für parteipolitische Interessen bieten. Pro-olympische Sport-Funktionäre und
Politiker_innen in ihren Parteifunktionen sind daher explizit nicht eingeladen!

Auch die Presse möchten wir bitten, den Arbeitscharakter der Plattform zu respektieren und spätere, offizielle Termine zu nutzen, um sich zu informieren. Es wird in der Folgezeit genügend Möglichkeiten geben für Informationsveranstaltungen, Debatten oder Presseveröffentlichungen über unsere Arbeit. Für Anfragen zu diesen Aspekten stehen wir ab dem 11.4. unter presse@etwasbesseresalsolympia.org zur Verfügung.“

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