Olympische Spiele in Hamburg? So nicht! Gesammelte Kommentare

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Immer mehr Zuschriften erreichen uns von Menschen, die ihren Widerspruch zu den Olympia-Plänen von Handelskammer & Senat äußern und viele Hamburger/innen unterschreiben unsere Petition „Olympische Spiele in Hamburg? So nicht!“. Derzeit sind es schon über 6.400 Menschen und die Tatsache, dass viele Unterschreibende einen eigenen Kommentar hinterlassen, zeigt, dass sie sich mit dem Projekt „Olympische Spiele in der Hansestadt“ intensiv beschäftigt haben. Im Folgenden dokumentieren wir einige der Kommentare.

Viele Unterschreibende haben die Befürchtung, dass Olympia die soziale Spaltung in die Stadt weiter voran treiben könnte: steigende Mieten und die Verdrängung von Mieter/innen. Die Sorge ist hier, dass Olympische Spiele zu weiteren Kürzungen im sozialen und kulturellen Bereich führen werden und kein Geld mehr für Schulen, Kitas und Kultur da sein wird. Interessant aber auch, dass es mehrere Kommentare gibt, die sich um die Arbeitsplätze im Hafen sorgen. Nicht wenige sind skeptisch, weil Hamburgs Verwaltung schon bei einem einzigen Gebäude, der Elbphilharmonie, überfordert ist und nun die Stadt nun dieses unkalkulierbare Megaprojekt angehen will. Einige äußern die Sorge, dass die Olympischen Spiele tiefe Narben im Stadtbild hinterlassen werden. Ungezählte Kommentare widmen sich dem korrupten IOC und der Intransparenz des ganzen Bewerbungsverfahrens. Viele Beiträge zeigen auf, wo das Geld sinnvoller zu investieren wäre und wünschen sich eine Stadt, die weltoffen, sozial und ökologisch nachhaltig ist. Schön, dass sich so viele Menschen analytisch-kritisch und mit eigenem Kopf ihre Gedanken zu Olympia machen. Gerne weiter die Petition unterschreiben und kommentieren. Wir freuen uns über die Argumente gegen Olympia und die vielen Impulse für eine sozialere und gerechtere Stadt!

Madeleine Does:
Großevents wie die Olympische Spiele werden immer zu Lasten von Geringverdienden ausgetragen. Hamburg braucht ein ausbezahltes Sozial-,Gesundheit- und Kulturwesen. Und nicht erneut eine Großveranstaltung, die der Stadt mehr schadet. Feuer und Flamme GEGEN Olympische Spiele in Hamburg!

Jennifer Rade:
Ich unterschreibe, weil sonst viele Arbeitsplätze im Hafen komplett geschlossen werden müssen.

Manfred Schröder:
Es geht nicht um Sport: Es geht um Gewinne für Investoren!

Konstanze Krebs:
ich unterschreibe, weil ich der festen Meinung in, dass das Geld, das mit Sicherheit mit diesem Event verbunden sein wird, besser für Projekte genutzt werden sollte, die den Menschen hilft, die sich heute auf der „schwachen“ Seite der Einkommensschere befinden, z.B. bezahlbare Wohnungen.

Zaynab Ismail:
Hamburg auch ohne Olympia das „Tor zur Welt“ bleibt….
Außerdem möchte ich auf keinen Fall Veranstaltungen unterstützen, die Addidas, Nike, …..eine Plattform bieten ihre menschenunwürdigen Produktionsbedingungen ungestört fortzuführen.

Mohsen Ahmadi:
Hamburg wichtigeres braucht und viele arme Menschen brauchen sowas nicht, gibt es wichtigers.

Robert André Lerch:
… ich das Würgen bekomme, wenn ich daran denke, dass Menschen wie Sklaven für den Bau von Sportstätten eingsetzt wurden. Jeder, der sich auch nur im Fernsehen solche Spiele, die auf Menschverachtung und Korruption fussen, ansieht, macht sich in meinen Augen mitschuldig.
Mich persönlich macht darüberhinaus der zusätzliche Ressourcenverbrauch wütend.
 Ein Eurograb, wie die Elbphilharmonie sollten der Stadt auf die nächsten Jahrzehnte reichen.

Janning Petersen:
Weil Hamburg mit den Ausgaben selbstbestimmt sehr wertvolle „Spiele der Jugend“ ausrichten könnte.

Daniela Jürgens:
Die Folgen für die normale hamburger Bevölkerung sowohl in finanzieller und infrastruktureller alsauch persönlicher Hinsicht sind nich zu durchschauen oder einzuschätzen. Das Finanzdisaster Elbphilharmonie sollte uns allen ein leuchtendes Beispiel dafür sein, was überflüssige Prestigeobjekte anrichten! Alle Hamburger_innen sollten sich dafür stark machen, dass wir nicht in eine weitere Katastrophe rennen!

Michael Rothschuh:
…sowohl die Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover Schulden hinterlassen hat, die hinterher die Hochschulen mit Kürzungsprogrammen bitter mit begleichen mussten,
… die Internationale Gartenschau 2013 in Hamburg Wilhelmsburg zu Schulden geführt hat, die zu Kürzungen in der dringend erforderlichen Integrierten Stadtentwicklung in Hamburg zur Folge hatten. Außerdem ist aufgrund des im Hafens geplanten Olympiastadiums die Verlagerung der Betriebe in sonst zum Wohnungsbau zur Verfügung stehende Gebiete vorgesehen. Olympia bringt die Stadtentwicklung nicht voran, sondern schafft zusätzliche Belastungen vor allem für die ärmeren Bevölkerungsgruppen.

Ariane Warn:
das Geld für die Finanzierung der olympischen Spiele m.E. lieber für vernünpftige Flüchtlingsunterkünfte verwendet werden sollte

Heinz Balecke:
mehr Schulsport statt Olympia!

Rebecca Krueger:
Ich kann jetzt schon kaum meinen Lebensunterhalt bestreiten, obwohl ich einen guten Job habe und nicht schlecht verdiene. Die Mieten und die Lebenskosten generell werden ins immense steigen und Hamburg wird einen Tourismus Infarkt erleben. Ich mag Touristen, da ich auch selbst einer bin, aber Hamburg hat genug! Es wird Zeit, dass endlich was fuer uns als Buerger getan wird.
Olympia – NEIN danke!

Hannah Erben-Wunder:
ich keinen solchen umweltschädlichen Hype in meiner Stadt zusätzlich zu den tausend Events, die sowieso schon ununterbrochen über uns Einwohner hereinbrechen. Es gibt unbedingt Wichtigeres zu tun hier!

Irmtraud Zacharias:
Die olympischen sollten generell nur in Griechenland, dem Mutterland der Spiele stattfinden. Alle anderen Länder müßten sich finanziell daran beteiligen.Das würde viele Kosten sparen.

Ulrich Barth:
Ich unterschreibe, weil Großveranstaltungen dieser Art (FIFA WM, OLYMPISCHE SPIELE, BUNDESGARTENSCHAU etc.) seit Jahrzehnten zu Lasten der Bevölkerung gehen! Die Kosten sind zu hoch und der Nutzen allenfalls für Geschäftsleute aus Baugewerbe und Touristik lohnend.
Nicht um meinem Namen!

Christel Lachnit:
Ich unterschreibe, weil ich Angst vor den städtebaulichen Verwüstungen einer Olympiadeausrichtung habe und weil davon auszugehen ist, dass sich Hamburg dadurch für mehrere Generationen hoch verschuldet. Das hat unsere schöne Stadt nicht verdient!

Rudolf Kuntze:
Ich finde das Kitas, eine bürgernahe Verwaltung so wie eine intakte Infrastruktur wichtiger sind als obszöne Gewinne weniger. Die jüngste Vergangenheit hat gezeigt das die normale Bevölkerung sehr wenig von diesen Großveranstaltungen haben. Zu hohe Eintrittspreise, zu erwartender allgemeiner überproportionaler Preisanstieg z.B. Mieten, Lebenshaltungskosten. Schauen sie auf Brasilien, China, Sotschi, London,

Josephine Larsson:
Ich bin gegen Olympia in Hamburg. Ich wohne in Neustadt und kann mir nur all zu gut vorstellen was für ein Horror das wird mit 100.000 Touristen in der Stadt. Von daher Olympia in Hamburg, NEIN DANKE!

Klaus Niemeier:
… zahllose hafenbetriebe abgesiedelt werden – mithin ein funktionierendes industriegebiet abgeräumt werden soll; Ersatzflächen aufwändig gebaut werden müssen, Nicht jeder zu verlagernde Betrieb Ausweichflächen bekommen kann, Dortige Arbeitsplätze daher verloren gehen, danach die Olympic city kommen soll, die Hamburg im Wettbewerb um attraktive Wohnungen am Wasser international nach vorne bringen soll und eine Klientel bedienen soll, die keiner Wohnungsnot ausgesetzt ist …

Jeannette Kassin:
Die Planungen sind nicht transparent. Ich bezweifel, dass Hamburg etwas von der Olympiade hat, vielleicht einige wenige, Sponsoren, Funktionäre u.ä.. Ich halte auch nichts von dem großen Geschäftsbetrieb Sport. Korruption etc. ärgert mich auch woanders. Ich befürchte eine Kostenexplosion und eine weitere Privatisierung und unökologische Zersiedelung/Urbanisierung von Flächen, mehr Straßen etc.

Thomas Schultze:
wir das Geld für unendliche viele gute andere Dinge in der Stadt dringend brauchen und die Korruption des IOC nicht weiter gefördert werden darf.

Kristin Schmidt-Sumera:
Solange die Kosten nicht feststehen bzw. nicht offengelegt werden, gibt’s von mir keine Zustimmung.

Gernot Reipen:
Die Olympischen Spiele der Neuzeit sollten in erster Linie dem Frieden und der Völkerverständigung dienen. Sie haben sich mittlerweile so weit von diesem Ziel entfernt, dass es, meiner Meinung nach, an der Zeit ist, über eine neue Form dieser Idee nachzudenken.
Im Übrigen schließe ich mich der Ausführung von Dr. Michael Berndt an, Zitat: „“Solange in Deutschland mehr als 900 Tafeln Bürger mit Lebensmitteln versorgen müssen (und natürlich gibt es noch beliebig viele andere Gründe), halte ich das Ver(sch)wenden von Milliarden Euros an Steuergeldern für eine industrielle Großveranstaltung wie die ,Olympischen Spiele’ für einen gesellschaftlichen Skandal.“

Martina Wiethüchter:
Ich unterschreibe, weil die Finanzierung zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt nicht gesichert ist. Siehe Kostenexplosion Elbphilharmonie…

Alexander Schrof:
Hamburg sich endlich um mehr Wohnmöglichkeiten für alle, den Abbau sozialer Spannungen und gesellschaftliche Solidarität bemühen sollte, als auf immer mehr Stadtmarketing, Verdrängung, verselbständigte Sicherheitsbehörden und gigantische Geldmacherei zugunsten intransparenter Vereine und Funktionäre zu setzen. Danke.

Monika Treut:
wir aus den vergangenen Großsportereignissen lernen sollen – sie dienen den Sponsoren, aber nicht der Bevölkerung

5 Gedanken zu „Olympische Spiele in Hamburg? So nicht! Gesammelte Kommentare

  1. tatsächliche wurde ich zwecks telefonischer Olympia-Umfrage angerufen. Liegen die Fragen dazu eigentlich offen, oder wird nur das Gesamtergebnis präsentiert? Manche Antworten stehen nämlich gar nicht zur Auswahl. Soll Olympia in Hamburg oder Berlin statt finden? Weder noch – kann man nicht angeben. Glauben Sie dass Olympia auf Hamburg eine positive oder gar keine Auswirkung haben würde? Eine negative (Schulden, Randale, was auch immer)- kann ich nicht angeben. Welche Partei haben Sie gewählt? Gar keine oder mehrere – kann ich nicht angeben. Und so weiter. Wie viele Fragebögen vom Callcenter selbst ausgefüllt wurden bleibt unklar. Denn häufig werden die MitarbeiterInnen nicht nach Arbeitszeit sondern nach fertig ausgefüllten Fragebögen bezahlt. Da liegt es nahe ein angefangenes Gespräch mit eigenen Angaben zu ende zu führen wenn es unterbrochen wurde. Eine Umfrage ist immer so gut wie die gestellten Frage. Und die die sie durchführen.

    • 1.500 ( in Worten eintausendundfünfhundert !!! ) Hamburger wurden zur Olympia-Bewerbun g befragt…das sind weniger als 0,01 Prozent der HH-Bevölkerung .- DAS soll REPRÄSENTATIV sein ??? Ich wurde nicht befragt und ich kenne auch niemanden bzw. niemand aus meinem Umfeld wurde befragt. Nun ja, ich wohne in einem „ärmeren“ Stadtteil… Welche Klientel befragt wurde, kann man sich ja denken ( oder bin ich voreingenommen ?) …“bild´Dir Deine Meinung“ oder …?

  2. Pingback: NOlympia-Presseschau für März 2015 » Nolympia

  3. In Hamburg steigt die Armut rasant an . – Von meiner Seite ein ganz klares N E I N !!! zur Olympia-Bewerbung .-
    Die Gründe hierfür sind vielfältig. Aber solange unser Senat, unser Bürgermeister es nicht wahrhaben wollen, dass Polizei, Feuerwehr, Krankenhausmitarbeiter usw. völlig überlastet UND unterbezahlt sind, wäre es fast kriminell, noch mehr Geld für Überflüssiges zum Fenster hinaus zu werfen. Und : die sog. „Elbphilharmonie“ , deren FERTIGSTELLUNG seit nunmehr fünf Jahren überfällig ist , hat bereits jetzt das zehnfache der einstmals ( vor vielen , vielen Jahren ) veranschlagten Summe gekostet ! Eine Fertigstellung ist nicht wirklich in Sicht…… Und wenn sie einst , in ferner Zukunft, fertiggestellt sein sollte, so können sich „normale“ Bürger / Kulturinteressierte die Eintrittskarten nicht leisten . – Die Mieten in HH sind sehr, sehr überhöht (selbst für öffentl. geförderte Wohnungen ) , es gibt viele Obdachlose , von denen nicht unbedingt alle auf der Straße leben WOLLEN !- Nachdem HH die ehem. staatlichen Krankenhäuser an Asklepios quasi verschenkt hatte ( DIE haben einen Reibach gemacht…) wurde der Personalstand drastisch heruntergefahren, d.h. die Arbeit für den einzelnen massiv verstärkt. Was DAS für die Patienten bedeutet, ist wohl jedem klar.- Öffentl. Schwimmbäder, Bücherhallen usw., eben die Kultur-und Freizeitmöglichkeiten des „kleinen Mannes“ werden /wurden geschlossen .- Schulen verfallen , viele Schüler sehen nie wirklich ein „richtiges“ Schulgebäude von innen , weil sie nur in Containern unterrichtet werden/ wurden ! Dies sind nur einige Schwerpunkte , an denen dringendst Handlungsbedarf besteht.- UND UNSER BÜRGERMEISTER FÜHLT SICH „GEEHRT“ über den Zuschlag > Olympiabewerbung !!!
    Es muss ganz offen über die entstehenden Kosten gesprochen werden, und zwar nicht in der Art, wie die Kostenplanung für die Elbphilharmonie ablief; denn dann müssen wir mit einem vielfachen der veranschlagtem Kosten
    rechnen .-
    Ich unterschreibe „Nein zu Olympia“

  4. Die olympischen Reiterspiele sollen in Luhmühlen und die Schießwettbewerbe in Garlstorf stattfinden. Ich kenne die Verkehrswege zu beiden Orten sehr gut und frage mich wie die zu erwartenden Besucher dort hingelangen sollen. Kilometerlange Staus sind vorprogrammiert mit der entsprechenden Umweltbelastung durch Abgase, Wildpinkler usw. Stoppt den Wahnsinn rechtzeitig.

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