„Olympia verschärft die Spaltung der Stadt“

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So was liest man als Headline im Abendblatt derzeit selten, aber die Umfrage zur Stimmungslage für die Olympia-Bewerbung durch den Deutschen Olympischen Sport Bund ist ja gelaufen. Dann geht das: Olympia verschärft die Spaltung der Stadt„.  Dora Heyeen und Mehmet Yildzi erklären dort, warum die LINKE in Hamburg sich gegen die Spiele ausspricht.

Auf die Frage, ob die LINKE die olymischen Ideale nicht teile, sagt Yildiz: „Die olympische Bewegung und an der Spitze das Internationale Olympische Komitee (IOC) haben sich aber von diesen Idealen in den vergangenen 50 Jahren immer weiter entfernt. Stattdessen prägten Korruption und Gigantismus das Bild von Olympia. Der Kommerz steht inzwischen ganz oben an. Das IOC diktiert den Ausrichterstädten seine Bedingungen, ohne Spielräume für Kompromisse zu lassen. Zudem besteht weiter die Gefahr, dass Olympia zu einem Milliardengrab für die Städte wird und spätere Generationen diese Schulden abtragen müssen.“

Und Hayeen ergänzt: „Alles wird teurer, Olympische Spiele beschleunigen den Prozess der sozialen Spaltung einer Stadt. Und schon heute ist Hamburg eine tief gespaltene Stadt.“

Derweil berichtet die Deutsche Welle von den tollen Spielen und dem Bemühungen der Stadt, die Kritiker von Olympia einzubinden. Ehrlich: Das Bemühen ist nicht wirklich so, dass wir hier viel zu tun hätten.

Wie immer lese ich gern, was der Deutschlandfunk berichtet: „Skepsis trotz „Feuer und Flamme““ heißt es da. Dort lesen wir: „800.000 Euro haben 40 Hamburger Unternehmen eingesammelt, um die Menschen von Olympia 2024 in der Hansestadt zu überzeugen. Immerhin sollte das Meinungsforschungsinstitut Forsa möglichst hohe Zustimmungsraten bei den Hanseaten messen. Mindestens aber höhere als bei den Berlinern. Bei der letzten Umfrage sprachen sich 62 Prozent für Spiele an der Elbe aus, immerhin neun Prozent mehr als im letzten September. “

Und der Sender berichtet auch über eine Veranstaltung, bei der die Senatsvertreter irgendwie nicht so gut ausgesehen haben sollen. Kein Wunder. Immerhin die die Blogger-Kollegin Nicole Vrenegor am Start: „Weniger Euphorie als bei großen Teilen der Wirtschaft, als beim Senat, herrschte letzte Woche auf der Veranstaltung „Wie nachhaltig können Olympische Spiele in Hamburg werden?“

„Wir von (N)Olympia Hamburg haben große Befürchtungen, dass die Nachteile, die die olympischen Spiele für Hamburg bringen, eindeutig überwiegen gegenüber den Vorteilen. Und unser Hauptkritikpunkt bezieht sich vor allem auf die fehlende Transparenz. Wir wissen weder, was das kosten wird, wir wissen nicht, was das für soziale Auswirkungen hat. Es gibt sehr große Skepsis in Bezug auf die Reformfähigkeit des IOCs. Und aus diesen und vielen anderen Gründen bin ich ablehnend bis skeptisch gegenüber den olympischen Plänen der Hansestadt.“

Nicole Vrenegor von (N)Olympia Hamburg saß auf dem Podium neben Staatsrat Christoph Krupp und dem Olympia-Beauftragten der Handelskammer Reinhard Wolf. Und hinterfragte die Idee, dass Olympische Spiele und eine nachhaltige, soziale Stadtentwicklung zusammenpassen können. Nach wie vor lägen auch keine soliden Schätzungen vor, was die Stadt am Ende für die Spiele ausgeben muss. Reinhard Wolf rechnete vor, dass durch die Veranstaltung zehntausende neuer Arbeitsplätze, auch dauerhafte, entstehen würden. Die Spiele in London hätten 14,2 Milliarden Euro gekostet, die Stadt selbst hätte davon nur eine Milliarde zahlen müssen. Staatsrat Christoph Krupp versprach, der Senat werde eine seriöse Kostenschätzung vorlegen. Eine abschließende Planung, die sämtliche Kosten schon enthalte, sei aber – falls Hamburg den DOSB-Zuschlag bekommen sollte – bis zum Referendum im September nicht möglich“…

 

Ein Gedanke zu „„Olympia verschärft die Spaltung der Stadt“

  1. Team, unterstütze kritische Hinterfragungen, unterstütze aber keine „Befürchtungen“ und ich sehe kaum konkrete Ideen was dann anders gemacht werden sollte. Nur zu sagen was alles nicht geht, halte ich nicht für eine konstruktive Auseinandersetzung.
    Paralympics Vorteile für die gesamte Hamburger, Schleswig Holstein & Niedersachsen Infrastruktur und Wohnraum scheint hier ja keiner auf den Radar zu haben, wahrscheinlich keiner im Team mit Handicap.

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