Olympia-Umfrage des DOSB – ein Kommentar # dieser Text ist vor den Umfrageergebnissen erschienen!

nolymoia-hhAchtung: Zu den aktuellen Zahlen und unsere Bewertung hier lang. Der folgende Kommentar ist von GESTERN!

Morgen soll der Deutsche Olympische Sport Bund (DOSB) die Ergebnisse seiner Olympia-Umfrage veröffentlichen. Mit dieser Umfrage sollte die Zustimmung insbesondere der HamburgerInnen und BerlinerInnen zu den Olympia-Bewerbungen ihrer Städte abgefragt werden. Die Zustimmung ist eines von mehreren Kriterien, die laut Angaben des DOSB für die Entscheidung, welche Stadt am 16. März (Präsidium) bzw. 21. März (Plenum) den Zuschlag erhält. Ein Kommentar:

Wenn DOSB Präsident Hörmann laut NDR sagt: „Das Ergebnis der Befragung wird eine der ganz entscheidenden Fragen sein“, dann ist das vielleicht für die unmittelbare Entscheidung des DOSB relevant. Für eine Entscheidung der Menschen bei den anstehenden Volksentscheiden dürfte die  Aussagekraft der vom DOSB beauftragten Forsa-Umfrage kaum von Bedeutung sein. Derzeit können angesichts völlig fehlender konkreter Informationen bestenfalls abstrakte Stimmungen ermittelt werden.

 

Auch bei der im September 2014 gnadenlos gescheiterten Bewerbung für Olympische Winterspiele in München gab es vorher hohe Zustimmungsraten in Meinungsumfragen. Am Ende fiel die Bewerbung in vier Landkreisen bei der Bevölkerung durch.

Die jetzige Umfrage täuscht eine Bürgerbeteiligung im Grunde nur vor. Erst wenn in den nächsten Monaten deutlich wird, was an Kosten auf die Bürgerinnen und Bürger zukommen wird, wenn sichtbar wird, wie massiv die Spiele bereits im Vorfeld in den Alltag der Menschen eingreifen und wenn die Folgen für Mieten, für den Verkehr, für die Umwelt konkreter werden, wird sich zeigen, ob die HamburgerInnen oder BerlinerInnen wirklich bereit sich, all dies in kauf zu nehmen. Dabei wird sicher auch eine Rolle spielen, ob die Menschen dem skandalumwitterten Internationalen Olympischen Komitee den angeblichen Reformwillen abnehmen.

Seitens des DOSB wird auch darauf hingewiesen, dass vor und bei der kommenden Präsidiums-Sitzung „noch ein Gespräch mit Experten vieler gesellschaftlicher Bereiche geben“ wird (zitiert nach Abendblatt.) Wer diese „gesellschaftlichen Bereiche“ sind, wissen wir nicht. Es ist aber kaum anzunehmen, dass dort Olympia-Kritiker oder -Gegner eingeladen sind. Mit uns jedenfalls hat der DOSB – trotz Ankündigungen in Berliner Zeitungen – noch keinen Dialog gesucht.

 

3 Gedanken zu „Olympia-Umfrage des DOSB – ein Kommentar # dieser Text ist vor den Umfrageergebnissen erschienen!

  1. Liebe Leute,
    lag ich noch im Winterschlaf??? Was ist das für eine Umfrage??
    Meine Leute wurden nicht befragt!
    Es kommt wohl immer darauf an, wer die Umfrage startet….
    Man könnte da auf merkwürdige Ideen kommen!

    Gruß, Sonja Zoder

  2. Wieder typisch. Anderen Ländern den Sparzwang unserer Regierung aufzwingen und Armut in die Länder bringen aber selber das Geld der Steuerzahler(!) zum Fenster rauswerfen. Diese Bundesregierung kotzt mich nur noch an!

    (!) E sind nicht die, die sich Karten ohne weiteres leisten könnten!

  3. Jeder 2. Berliner oder Hamburger ist angeblich für Olympia. Kommt aber auf die Fragestellung an. Olympia kostet 2,1 Milliarden Euro (Kostenvoranschlag). Wollen sie in Berlin oder Hamburg rudijetzt noch die olympischen Spiele. Jetzt sind es nur noch 20% Zustimmung.
    Liebe Berliner, ihr schafft in 10 Jahren nicht einen Flugplatz zu bauen und nun wollt ihr die olympischen Spiele ?? Bezahlen wollt ihr diese Spiele auch nicht, da soll der Bund einspringen…
    Na prima, das heißt, ihr lieben Bayern ihr seid mal wieder gefordert aber für Berlin macht man das ja gerne.

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