(N)Olympia Hamburg sagt Hallo und so nicht!

Mehr Infos statt schöne Bilder! fordert  (N)Olympia Hamburg

Mehr Infos statt schöner Bilder! fordert (N)Olympia Hamburg.

Trotz Sommerflaute in Hamburg ein gelungener Auftakt – 30 Leute kamen zum ersten (N)Olympia-Ratschlag und machten klar: Der Diskussionsbedarf ist groß und es gibt wenig Vertrauen in die offizellen Verlautbarungen. Von linken Gruppen, zahlreichen Stadtaktivist/innen über Vertreter/innen von Umweltverbänden, Kultureinrichtungen, Linkspartei & Grünen bis hin zu Sozialdemokraten und „rebellischen“ Unternehmer/innen reichte  das Spektrum derjenigen, die der bisherigen Olympia-Kampagne entweder kritisch oder ablehnend gegenüber stehen.

Zunächst wurden ein paar Zahlen zum Ausmaß von Olympischen Sommerspielen vorgestellt und die wenigen konkreten Infos, die es derzeit zum Stand der Hamburger Bewerbung gibt, zusammengetragen. Bereits hier zeigt sich ein wesentliches Problem der Bewerbung: Sie wird im stillen Kämmerlein von einer Senats-AG vorbereitet, eine öffentliche Diskussion, die die Chancen und Risiken von Olympia abwägt, findet bisher nicht statt. Noch nicht. Dabei ist es – das zeigen die Erfahrungen aller bisherigen Olympia-Städte – absolut notwendig, sich vorher mit den negativen Auswirkungen zu beschäftigen.

    Die Liste der Themen & Fragen, über die sich die Beteiligten Sorgen machen und die auf dem Ratschlag diskutiert wurden, ist lang:

* die unkalkulierbaren Kosten & die Belastung öffentlicher Haushalte;
* Gentrifizierung und weitere Verdrängung aus der Innenstadt;
* die Gefahr der Privatisierung öffentlicher Flächen, wie z.B. des Olympia-Geländes Kleiner Grasbrook;
* eine überdimensionierte Infrastruktur, die danach keine/r mehr braucht;
* eine Überwachungs- und Sicherheitsarchitektur, die Hamburg zu einer Festung macht;
* eine negative Klimabilanz und die weitere Versiegelung von Grünflächen;
* ein unreformierbares IOC, das selbst bei einer smarten Bewerbung seine gigantomanischen Standards am Ende durchsetzen wird und last but not least:
* die fehlende Transparenz! Wie sollen Hamburgs Bürger/innen im Februar über Olympia abstimmen, zu einem Zeitpunkt, an dem noch nicht gar klar ist, wie der vom IOC durchgesetzte Host-City-Vertrag aussehen wird?

Bei allen Anwesenden gab es also jede Menge Bedenken und Fragezeichen, ob Hamburg dieses Megaevent wirklich braucht. In einem ersten Schritt soll es nun darum gehen, sich Hamburgs Olympia-Konzept und dessen Auswirkungen auf die oben genannten Themenfelder konkret anzuschauen und weiter kritisch „am Ball zu bleiben“.

Das nächste Vernetzungstreffen findet am 11.9. um 19.30 Uhr in der Werkstatt 3 statt. Seid jetzt schon herzlich dazu eingeladen, eine genauere Einladung folgt.

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