(N)Olympia Hamburg: Olympia 2024 – Gelenkte Demokratie?

mehrdemokratieUnter der Überschrift „Olympia 2024 – Gelenkte Demokratie“ geht der Deutschlandfunk dem laufenden Bewerbungsverfahren für Berlin und Hamburg und den angekündigten Volksbefragungen auf den Grund. „Hamburg oder Berlin? Im März entscheiden die Mitglieder des Deutschen Olympischen Sportbundes, welche Stadt sich um die Sommerspiele 2024 bewerben soll. Vorgeschaltet ist ein Stimmungs-Test an Elbe und Spree – steht damit der Sieger schon vor der eigentlichen Abstimmung fest?“

Der DLF-Bericht ist überaus interessant. „Das Trauma der gescheiterten Münchner Bewerbungen um die Winterspiele 2018 und 2022 wirkt nach. Der Versuch, die Gastgeberrolle für 2022 zu übernehmen, war an der Wahlurne gescheitert. Das Ringe-Spektakel fiel bei der Mehrheit der befragten Bürger in der bayerischen Landeshauptstadt und in deren Partnergemeinden durch. Eine Watsch’n, die der Allgäuer Hörmann diesmal unbedingt vermeiden will. Deshalb ist die Zustimmungsrate bei der Wahl zwischen Berlin und Hamburg ein Schlüsselkriterium: „Wo haben wir die größere Sicherheit, dass uns nicht ein zweites München, um es mal ganz einfach und plakativ zu formulieren, passiert?““

Oder: „Gut möglich also, dass durch die repräsentative Befragung in einigen Wochen eine Vorentscheidung zugunsten von Berlin oder Hamburg fällt.

„Man muss sich jetzt ja einfach ein Bild davon verschaffen, mit welcher Chance, mit welcher Wahrscheinlichkeit sind wir in welcher Stadt unterwegs. Und deshalb spielt sowohl die absolute Höhe, die wir dann messen oder die Forsa misst, als auch der Unterschied zwischen den beiden Städten – und dabei natürlich auch der Abgleich zur ersten Befragung – eine wichtige Rolle. Weil man daraus ja zumindest dann in irgendeiner Form mal Tendenzen entnehmen kann.“

Ist die Tendenz eindeutig, hieße das wohl: Wenn die DOSB-Mitgliederversammlung tagt, ist die Wahl der deutschen Stadt, die eine Bewerbung anstreben soll, eigentlich schon entschieden. Doch den Verdacht, in der Frankfurter Paulskirche werde nur noch abgenickt, was bereits geklärt sei, weist Hörmann zurück: „Wenn der eine 58 und der andere 56 Prozent hat, dann spielt ein solches Thema nur eine untergeordnete Rolle. Je größer der Abstand und je näher sicher auch im Bereich der 50 Prozent, umso eher hat es Auswirkungen.““

Am besten, das Original beim DLF in voller Länge selbst lesen.

 

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