(N)Olympia – Der Die Das – Hamburg nicht groß genug – Mehrheit will Berlin

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Tatort: Game over – Olympische Spiele 2024 in Deutschland sind tot. Foto (Dreharbeiten!): Dirk Seifert

Da versprechen nun alle, dass Olympische Spiele in Hamburg sich von der Gigantomanie verabschieden und was fällt dem DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann dazu ein? Hamburg habe mit seiner Bewerbung zu klein geplant, berichtet so nebenbei das  Hamburger Abendblatt. Und was ist die Folge? Genau: „Hamburg bessert sein Konzept für Olympische Spiele nach“. Na, das fängt ja gut an.

Dabei ist aber im Grunde bereits schon wieder einiges zu Ende: Nachdem die Fußball-Europameisterschaft 2024 nun wohl nach Deutschland vergeben wird, ist Olympia 2024 sowohl für Hamburg als auch Berlin gestrichen. Na, dann eben 2028? Da erinnern wir gern an einen Artikel aus der Süddeutschen, der auch an dieses Datum nicht glauben mag.

Und es hat mal wieder eine Umfrage gegeben. Diesmal wurden BundesbürgerInnen befragt und siehe da: „57 Prozent stimmen für Spiele in der Hauptstadt“. Na, wie schön. Nur „43 Prozent sprechen sich für die Hansestadt aus. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Sportinformationsdienstes (sid) durch das Nürnberger Meinungsforschungsinstitut puls.“ (Abendblatt) Aber es kommt noch Schlimmer für Handelskammer und Co: “ Sollte die Bewerbung Berlins oder Hamburgs um die Spiele 2024 scheitern, würde die Mehrzahl der Bundesbürger einen weiteren Anlauf ablehnen. Angesichts von Bewerbungskosten von 50 Millionen Euro sprechen sich 57 Prozent gegen einen zweiten Versuch aus.“

Sollte der Hamburger Senat das gelesen haben und weiterhin daran festhalten, dass Olympische Spiele nur mit Zustimmung der BürgerInnen in Frage kommen, könnten wir also die nächsten Tage eine Einstellung des Projekts Olymia erwarten. Oder etwa nicht?
Olympia Hamburg Umfrage – 73 Prozent befürchten „Das wird teuer für die Stadt“.
Leider lesen wir im gleichen Text des Abendblatts: Das laut DOSB-Hörmann zu klein geratene Hamburger „Konzept wird am 6. Oktober geprüft“.

Richtig böse sind derweil auch andere. Zum Beispiel Thomas Kistner von der Süddeutschen im Gespräch beim DLF. Da ist zu lesen: „Ein Jahr nach der Wahl von Thomas Bach zum IOC-Präsidenten zieht Thomas Kistner ein kritisches Fazit. Die Reformbemühungen des Präsidenten seien der ,branchenübliche Unsinn‘. Bach sei einfach nicht mehr glaubwürdig.“ Harte Worte.

Dabei hat das IOC doch gerade mal was in Richtung Reform gemacht: „Das Internationale Olympische Komitee hat den Host-City-Vertrag, den Vertrag mit der Gastgeberstadt, für die Winterspiele 2022 geändert. Damit sollen die Lehren aus einigen Fehlern bei den Spielen in Sotschi gezogen werden.“ (DLF) Na gut, nur einige Fehler, aber immerhin.

Irgendwie ist dieser Bach unbeliebt: „Thomas Bach ist seit einem Jahr Präsident des Internationalen Olympischen Komitees. Trotz Reformanstrengungen sei ein grundlegender Wandel der Organisation aber nicht zu erwarten, kommentiert Philipp May im DLF. Bisher spreche wenig dafür, dass sich das IOC transparenter entwickele als die skandalumtoste FIFA.“ (DLF)

Das IOC und ein Präsident: Bachs Blüten

Aber, so berichtet Robert Kempe ebenfalls beim DLF: Die Grünen geben die Hoffnung nicht auf: „Bei Sportgroßveranstaltungen wie Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften wird zunehmend über Menschenrechtsverletzungen und fehlende Nachhaltigkeit diskutiert. Schon länger setzen sich die Grünen im Bundestag für klare Vergabekriterien ein, die Menschen- und Bürgerrechte stärker berücksichtigen. Jetzt stellten sie ihr Konzept ,Andere Spiele sind möglich‘ vor.

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