Hörmann: Flüchtlingskrise komme für Olympiabewerbung zur „absoluten Unzeit“

Hörmann und Scholz halten das Olympia-Ruder hoch. Foto: Olaf Kosinsky/ Skillshare.eu

Hörmann und Scholz halten das Olympia-Ruder hoch. Foto: Olaf Kosinsky/ Skillshare.eu

Alfons Hörmann vom Deutschen Olympischen Sportbund moniert, dass die Flüchtlingskrise den geschmeidigen Ablauf des Olympia-Referendums stören würde. Dies meldet das Abendblatt und zitiert Hörmann so: „Wir müssen mindestens 260.000 Hamburger dazu bewegen, dass sie den Weg für die Spiele freimachen. Das ist eine durchaus stattliche Herausforderung, die insbesondere (…) unter dem Aspekt der Flüchtlings-Krise noch einmal etwas schwerer zu finden ist“.

Die Gegner/innen von Olympia und alle, die sich fragen, ob das Geld nicht wo anders sinnvoller eingesetzt werden müsste, bekämen nun Aufwind: Zitat Abendblatt: Für das Thema Olympia 2024 komme die Krise „zur absoluten Unzeit“, meinte Hörmann. Auch dass die Sporthallen zu Notunterkünften umfunktioniert werden, bereite Hörmann Sorgen. In dem Kontext warnt Hörmann vor einer dauerhaften Zweckentfremdung. NOlympia Hamburg hat nun getwittert: Wenn Hörmann findet, dass die Flüchtlinge gerade etwas ungelegen ankommen, dann finden wir, dass „die Olympiabewerbung gerade ungelegen kommt, alle Energie und Aufmerksamkeit für die Ankunft der Geflüchteten wäre gut!“.

Auch beim der ersten Olympia-Talk an Schulen „It’s your Choice“ nahm das Thema Flüchtlinge bei den Schüler/innen großen Raum ein und sie stellen viele kritische Fragen, wie auch hier das Abendblatt berichtet:
„Da nützte auch die Übermacht der Olympia-Fans auf dem Politiker-Podium nichts: Die Schüler des Charlotte-Paulsen-Gymnasiums in Wandsbek stellten am Montag vor allem kritische Fragen zur Bewerbung für die Spiele 2024. Ob man neben den Stadien von HSV und FC St. Pauli wirklich ein neues brauche, wollte Konstantin („Consti“) aus der Oberstufe wissen. Warum Hamburg nicht auch ohne Spiele Wohnungen in einem neuen Hafen-Stadtteil bauen könne, fragte die 15-jährige Charlize. Viele Schüler wollten wissen, ob man das viele Geld nicht besser verwenden könne und ob am Ende wegen Olympia womöglich an der Bildung gespart werde. Der 17 Jahre alte Yasser fragte, ob die Stadt nicht mit der Integration von Flüchtlingen genug zu tun habe. Und der 18-jährige Domenik wollte wissen, wie unabhängig die Olympia-Analysen seien und ob man die Zahlen manipulieren könne.“ Wow, ohne Worte!

5 Gedanken zu „Hörmann: Flüchtlingskrise komme für Olympiabewerbung zur „absoluten Unzeit“

    • Fritzcola: Und mit welchem Geld? Die SPD hat bisher in Hamburg immer so getan als wäre sie eine Partei, die zwar langweilig aber dafür seriös und verlässlich ist. Mittlerweile spricht alles dafür, dass im Senat ein bisschen zu viel gekokst und ein bisschen zu wenig auf die vorhandenen Ressourcen im Haushalt gekuckt wird.

  1. Sehr geehrter Herr Fritzkola,
    Ihre einseitige Betrachtungsweise des Themas ist schon ertsaunlich.

    Sehehn Sie sich doch bitte einmal die Internetseite des IOC an. Dort ist als Premiumsponsor die Fa. Dow Chemicals aufgeführt. Ja, jene Fa. die das Entlaubungsmittel Agent Orange für den Vietnamkrieg hergestellt hat. Dann schauen Sie mal nach wie schlecht bzw. gar nicht diese Fa. zu ihrer Verantwortung steht. Wenn dt. Fa. ihre NS-Vergangenheit aufarbeiten müssen, dann kann unter diesem Gesichtspunkt dass IOC nicht Gast in Hamburg sein.

    Ferner war ich im August letzten Jahres auf einer Podiumsdiskussion im Kaisersaal des Rathauses. Dort ein Journalist von sexuellen Übergriffen durch IOC-Mitglieder gegenüber Frauen bericchtet.

    Insgesamt kann daher – unabhängig von der unseriösen Offenlegung der Kosten für Olympia inkl. Elbph. u. Flüchtlinge – das IOC hier nicht als Gast erscheinen. No Olympia

  2. @Fritzkola: Dir ist schon klar, das alle deine engagierten Kommentare für den Zeitraum der (para-)olympischen Spiele ausgeblendet werden müssen, da während der Coca-Cola-Festspiele jede öffentliche Präsenz von Konkurrenzprodukten untersagt ist? Das ist im übrigen auch nochmal ein schönes Argument, warum Olympia für die lokale Wirtschaft auch ganz schön Scheiße sein kann, wenn die Großsponsoren das Stadterscheinungsbild in ihrem Sinne aufräumen.

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