Die Interessen hinter Hamburgs Olympia-Bewerbung – Das Who is Who

20150731_das kleine spiel zwischendurch„Nolympia Hamburg“ hat aus seiner Homepage einen detaillierten Bericht über die hinter der Hamburger Olympia-Bewerbung stehenden Interessensvertreter aus Wirtschaft, Politik und Medien veröffentlicht. Der Bericht macht klar: Ob mit oder ohne Sport – die Hamburger Wirtschaft verspricht sich hohe Gewinne – finanziert unter anderem mit den öffentlichen Haushalten.

FAIRspielen dokumentiert die heutige PM und empfiehlt, sich auf www.nolympia-hamburg.de das WHO is WHO anzusehen!

Dokumentation:
„“Anlässlich der morgigen Tagung des Olympia-Auschusses der Bürgerschaft fordert NOlympia Hamburg den Senat auf, die Reißleine zu ziehen, und am 15.9.2015 auf die Anmeldung einer aussichtslosen Hamburger Bewerbung zu verzichten.

Im Gegensatz zur Behauptung, Hamburg würde sich mit einem „bescheidenen“ Konzept bewerben, ist die Hamburger Bewerbung mehr als ambitioniert. Aufgrund der Erfahrungen mit vergleichbaren Großprojekten und der mittlerweile verworfenen Planungen für die Umverlagerung der Universität auf den Kleinen Grasbrook ist die Vorstellung, bis 2024 die bauliche Infrastruktur bereitstellen zu können, absolut unrealistisch.

NOlympia Hamburg weist auf die enormen privatwirtschaftlichen Interessen hin, die hinter dieser Bewerbung stehen. Auf der Internetseite von NOlympia Hamburg listen wir das Who is Who der proolympischen Akteure auf. Zwei Beispiele: Das mit der Erstellung des Olympic-City-Sportstättenkonzepts beauftragte Unternehmen GMP steht für alles andere als verlässliche Planungen und hat sich einen zweifelhaften Ruf beim Berliner Flughafendebakel erworben. Der im Besitz der Otto-Familie befindliche ECE-Konzern ist in Hamburg im Immobilienbereich tätig und organisiert daher nicht uneigennützig Werbeveranstaltungen für Olympia. . Die so genannten Runden Tische „Hamburg diskutiert die Spiele“ sind also keine Informations-, sondern Lobbyveranstaltungen. NOlympia Hamburg steht für diese Form der Konzernwerbung nicht zur Verfügung.

Wie bereits der Rechnungshof in seinem vorab an die Öffentlichkeit geratenen Bericht anmerkt, ist die Olympiabewerbung mit erheblichen Risiken verbunden, die sich aus den Verpflichtungen ergeben, die Hamburg gegenüber dem IOC eingeht. Dies lässt sich nicht erst aus dem am 15. September herauskommenden Host-City-Vertrag ablesen, sondern schon jetzt aus der über den Host-City-Verträgen stehenden „Olympischen Charta“ und an den bereits unterzeichneten Verträgen – wie z.B. der Gesellschaftervereinbarung für die Bewerbungsgesellschaft.

„Ein halbwegs realistischer Zeitplan erlaubt keine Garantie, dass Hamburg die Anlagen für Olympia bis zum Sommer 2024 fertig stellt. Die Verantwortlichen der Stadt streben offenbar Olympia für 2028 an. Die Bewerbung für 2024 ist als Probelauf gedacht, bei der man sich einen zweiten Platz hinter einem amerikanischen Bewerber wünscht. So kann man aber die Hamburger nicht hinters Licht führen. Ein seriöser Senat gibt am 15.9. keine Bewerbung ab.“ Michael Rothschuh, aktiv bei NOlympia Hamburg

„Im Sinne einer demokratischen Diskussionskultur legt NOlympia Hamburg Wert, auf die Offenlegung von ökonomischen Interessen in politischen Debatten. Aus diesem Grund stehen wir für die vom ECE-Konzern veranstalteten Runden Tische „Hamburg diskutiert die Spiele“ nicht zur Verfügung.“ Nicole Vrenegor, aktiv bei NOlympia Hamburg

„Ein Ziel der Olympialobbyisten ist die Privatisierung des Kleinen Grasbrooks – eine Fläche, die die Stadt teuer aufbereiten soll, um diese dann als Investorengeschenk günstig an große Bau- und Immobilienkonzerne zu vergeben.“ Nicole Vrenegor, aktiv bei NOlympia Hamburg

„Mit der Entscheidung für eine Bewerbung gibt der Senat die Schlüssel der Stadt ans IOC ab. Dieses sichert sich ab, dass alle finanziellen Risiken bei der Stadt liegen. Die mit der Bewerbung einhergehende Verpflichtung, bindet die Stadt unauflöslich an die Interessen des IOC und ist unverantwortlich.“ Florian Kasiske, aktiv bei NOlympia Hamburg.“

Weitere Informationen: www.nolympia-hamburg.de
Pressekontakt für Nachfragen: 0176-93 68 80 39
Email: presse@nolympia-hamburg.de

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