Brot und Spiele – Sportgroßevents als Katalysator für Aufwertungsvisionen

Die Olympischen Spielstätten sind militärische Sperrzonen: London im Jahr 2012,  Foto (CC): Sybille Bauriedl

Die Olympischen Spielstätten sind militärische Sperrzonen: London im Jahr 2012,
Foto (CC): Sybille Bauriedl

(N)Olympia Hamburg kommt in Bewegung. „Brot und Spiele“ heißt eine vom BUKO Arbeitsschwerpunkt StadtRaum Hamburg in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg und ‚Zusammen Leben & Arbeiten‘ organsisierte Veranstataltungreihe. Die Themen: Städtische Umstrukturierung, Sicherheitspolitik im Zusammenhang mit sportlichen Großevents und die was die (Debatte um eine) Olympia-Bewerbung mit Hamburg macht. Mehr dazu von den Veranstaltern hier…

Veranstaltungsreihe des BUKO-Arbeitsschwerpunkts Stadt Raum, 10.09./7.10./21.10. in Hamburg

Internationale Sportveranstaltungen wie Fußballweltmeisterschaften oder Olympische Spiele haben vielfältige Funktionen und Folgen für die Austragungsorte. Sie sind nicht nur ein sportlicher Wettbewerb, der dicke Profite in die Taschen der Weltsportverbände spült, sondern stellen auch ein willkommenes Instrument im globalen Wettbewerb der Metropolen dar: Von der Stadtpolitik werden sie als Impuls für Verkehrsinfrastruktur- und Wohnungsbauprojekte genutzt, die immer wieder sozialräumliche Segregation, Ausgrenzungen und Vertreibung städtischer Bevölkerung zur Folge haben.

Mit einer Veranstaltungsreihe wollen wir die Auswirkungen von Sportgroßevents für städtische Sicherheitspolitik und Aufwertungsdynamiken diskutieren. Beispielhaft geht es um folgende Städte: London als Austragungsort der letzten Olympischen Sommerspiele 2012, Rio de Janeiro als Austragungsort der diesjährigen Fußball-WM und von Olympia 2016 sowie Hamburg mit seiner Olympia-Bewerbung 2002 und aktuellen Ambitionen für die Sommerspiele 2024 bzw. 2028.

Was sind die Motive für Sportgroßevents und wer profitiert von ihnen? Welche Infrastrukturmaßnahmen bzw. Sicherheitspolitiken werden mit Großevents legitimiert? Welche Widerstandspraktiken gegen Ausgrenzung sind erfolgreich?

http://thebrotundspiele.tumblr.com
Kontakt: brotundspiele@klubraum.org

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Brot & Spiele I, 10.9., 19.30 Uhr Centro Sociale, Sternstraße 2
Sportgroßevents, Sicherheitspolitik und Widerstand

Mit Kurzinputs von:
Stefanie Baasch: Festivalisierung von Sicherherheitspolitik am Beispiel der Fußball-WM in Deutschland 2006;

Oliver Pohlisch: Sperrzonen, Ausnahmezustand und Militarisierung in London zu Olympia 2012;

Stephan Lanz: Stadtentwicklung der Megaevents: „Pazifizierung“ der Favelas, Massenproteste und Widerstand in Rio de Janeiro

Moderation: Manuel Osório, Anne Vogelpohl
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Brot & Spiele II, 7.10., 19.30 Uhr, Centro Sociale, Sternstraße 2
Sportgroßevents, städtische Umstrukturierung und Widerstand

Mit Kurzinputs von:
Katharina Schmidt: WM, Olympia & Co: Anmerkungen zur aktuellen stadtpolitischen Vision von/für Rio;

Sybille Bauriedl: Games 2012: Gentrifizierung des Londoner Ostens abfeiern;

Kathrin Wildner: lo urbano – Perspektiven auf Raum- & Raumaneignung aus Lateinamerika

Moderation: Nicole Vrenegor, Ulf Treger
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Brot & Spiele III, Werkstattgespräch, 21.10., 19.30 Uhr, Lichtmeß, Gaußstraße 25
Hamburg macht nun in Olympia: Konzepte, Ziele und Proteste

Mit Kurzinputs von:
Joachim Häfele: Sicherheitspolitik und öffentlicher Raum;

Ulf Treger: Die Bewerbung ist wichtiger als der Zuschlag: Olympia als Identitätsstifter;

Manuel Osório: Hamburg bastelt an Olympia 2024+

Die Veranstaltungsreihe „Brot und Spiele“ vom BUKO Arbeitsschwerpunkt StadtRaum Hamburg findet am 10.9. & 7.10. in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg und am 21.10. zusätzlich in Kooperation mit ‚Zusammen Leben & Arbeiten‘ statt.

2 Gedanken zu “Brot und Spiele – Sportgroßevents als Katalysator für Aufwertungsvisionen

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