Berlin und die Olympia-Chance – Ein Kommentar von Tillmann Heuser

big14883595464_40fdf52138_oTillmann Heuser ist Geschäftsführer des BUND-Landesverbands in Berlin. Er ist außerdem (neuerdings) Blogger und Privatmensch. In den letzten beiden Eigenschaften schreibt er auch zur Olympia-Bewerbung in Berlin und Hamburg. Im olympischen Sinne der Völkerverständigung und weil wir hier sogar gegenüber BerlinerInnen total weltoffen sind, wollen wir heute mal einen Beitrag posten, in dem sich Heuser gestern zum Thema äußerte. Wer mehr über NOLYMPIA BERLIN wissen will, wird hier fündig. Der BUND in Berlin hat sich – soweit wir das mitbekommen haben – noch nicht abschließend festgelegt, wie er sich mit Blick auf einen Volksentscheid verhalten wird.

„Da mein Beitrag in der MAZ vom 4.3.2015 zur Frage “Braucht die Region Olympia” leider nicht online zur Verfügung steht, dokumentiere ich ihn hier:

Olympia 2024 in der Region – Brauchen wir das?

Die Antwort auf die Frage, ob Berlin und Brandenburg Olympische und Paralympische Spiele im Jahr 2024 oder 2028 wirklich brauchen, sollte eigentlich allen Beteiligten klar sein: Nein! Denn von einer zweiwöchigen Sport-Großveranstaltung hängt glücklicherweise nicht das Wohl der Region ab. Sanierung von Verkehrsinfrastruktur, Neubau von Wohnungen, moderne Sportstätten, mehr Barrierefreiheit sind ebenso dringende Herausforderungen wie eine konsequente und zielorientierte Umwelt-, Naturschutz- und Klimapolitik. Es wäre ein politisches Armutszeugnis, wenn diese Zukunftsaufgaben nur mit dem Megaevent angegangen werden könnten.“

Hier im Blog von Tillmann Heuser weiter lesen…

Wem das zu viel ist, hier noch das Fazit des Artikels:

„Die laufende Olympiakampagne im Städtewettwerb mit Hamburg dürfte das Misstrauen eher weiter erhöhen. Zu sehr setzt sie auf Überzeugung, zu einseitig auf erhoffte Chancen und wirtschaftliche Impulse einer Bewerbung für die Region. Notwendig wäre dagegen eine offene und faktenbasierte Diskussion über das Pro und Contra einer Bewerbung, eine konkrete Kalkulation der Kosten und Risiken sowie die Einbindung olympischer und paralympischer Spiele in eine zukunftsfähige Stadt- und Regionalpolitik. Gute Planung braucht Zeit, ein demokratischer Diskurs ebenso. Berlin und Brandenburg sollten sich selbstbewusst diese Zeit nehmen! Denn eines dürfte klar sein: mit mehr offenen als geklärten Fragen hat eine Bewerbung für 2024 bei einem Volksentscheid im Herbst 2015 keine Chance, egal ob in Berlin oder Hamburg!“

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